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Köln: Weiterhin Rätsel über Bombenleger-Motiv

Köln : Weiterhin Rätsel über Bombenleger-Motiv

Der Polizei fehlt weiterhin eine heiße Spur bei der Fahndung nach einem etwa 30-jährigen Mann im Zusammenhang mit dem Bombenanschlag von Köln.

Mit Plakaten in türkischer und deutscher Sprache, die das silberfarbene Fahrrad zeigen, an dem sich der Sprengkörper befunden haben soll, werde nun versucht, weitere Zeugenaussagen zu gewinnen, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag.

Rund 30 Hinweise aus der Bevölkerung waren in den vergangenen zwei Tagen eingegangen. Die Fahndung laufe weiter auf Hochtouren.

Mann mit blonden Haaren

Zeugen hatten ausgesagt, der verdächtige Mann mit blonden Haaren habe kurz vor der Tat am Mittwoch in Köln-Mülheim ein Fahrrad am Explosionsort abgestellt. An dem völlig zerfetzten Fahrrad soll die Bombe befestigt gewesen sein. Der Mann trug laut Zeugenaussagen eine dunkle Baseballkappe und einen Rucksack. Der Verdächtige wird nach Angaben der Polizei nicht als Täter gesucht. Es sei nicht auszuschließen, dass ihm der Sprengkörper aufs Rad gelegt worden sei.

Nicht nur der Täter auch das Motiv des Anschlags ist der Polizei bislang unbekannt. „Wir haben keine Beweise, dass es sich um einen extremistischen oder fremdenfeindlichen Anschlag handelt”, sagte ein Polizeisprecher. Extremismus und Fremdenfeindlichkeit könnten jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Am vergangenen Mittwoch war eine Nagelbombe in einem belebten Wohn- und Geschäftsviertel gezündet worden, die 22 Menschen zwischen 17 und 68 Jahren verletzt hatte. Alle Opfer sind Türken.