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Mönchengladbach: Waren für 600.000 Euro gestohlen

Mönchengladbach : Waren für 600.000 Euro gestohlen

Ein Lastwagenfahrer und drei Lagerarbeiter aus Mönchengladbach haben mehrere Handelsunternehmen um Waren im Wert von insgesamt 600.000 Euro erleichtert.

Die Verdächtigen im Alter von 39 bis 54 Jahren hätten die Artikel aus einem Zentrallager in Grevenbroich verschwinden lassen oder schon vor der Anlieferung bei den Adressaten von Lastwagen umgeladen, berichteten Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittwoch in Mönchengladbach.

Gegen die Männer werde wegen gewerbsmäßiger Hehlerei ermittelt. Über Telefon hätten sie die Waren teilweise schon verkauft, bevor sie sie gestohlen hätten. Die Staatsanwaltschaft geht von einer enormen Dunkelziffer aus.

Die Verdächtigen hätten die Seecontainer aus Fernost geöffnet und die Plomben manipuliert. Auf diese Weise hätten die Unternehmen nicht feststellen können, wo auf dem weiten Weg von Asien die Täter zuschlugen. Eine Detektei habe schließlich den Hinweis auf die Verdächtigen aus Mönchengladbach gegeben.

Die Polizei habe die Männer dann lange Zeit beobachtet, um den Verdacht zu erhärten. Schließlich stoppten sie einen völlig überladenen Kleinlaster mit Waren aus einem der Seecontainer, der bereits vor der Anlieferung in das Zentrallager von den Verdächtigen geplündert worden war.

Mit der Masche habe ein Auslieferungsfahrer privat vom Motorroller auf eine Limousine umsteigen und aus der Mietwohnung in ein schickes Eigenheim umziehen können. Seine Ehefrau erzählte den Ermittlern freimütig, dass sie von ihrem Mann monatlich 5000 Euro Haushaltsgeld erhalte. Die Häuser der Verdächtigen seien mit Waren des Konzerns komplett ausgestattet gewesen.

So stießen die Ermittler auf Elektroartikel im Wert von 50.000 Euro und auf 1100 Liter Limonade. Ein 41-jähriger Arbeiter habe ein umfassendes Geständnis abgelegt. Das Vermögen der Verdächtigen sei beschlagnahmt worden, dennoch blieben die Firmen auf Restschäden sitzen.