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Aachen: Von der Faszination der Mikrotechnologie

Aachen : Von der Faszination der Mikrotechnologie

Die Zeiten, in denen allein bauliche Größe von wahrer Größe zeugte, sind vorbei. War das Streben der Menschen noch vor einem knappen Jahrhundert fast ausschließlich in den Himmel gerichtet - Bauwerke wie der Eiffelturm oder das Empire State Building sind eindrucksvolle Zeugnisse - kann es heute nicht klein genug sein.

Ob Handy, PC oder Mikrowelle - alles soll möglichst klein sein. Das Herzstück der digitalen Technik ist der Mikrochip. Bevor der elektronische Baustein jedoch seinen Dienst in Hightech-Geräten antreten kann, sind zahlreiche komplizierte Arbeitsgänge nötig. Hier kommt es vor allem auf Präzision und absolute Sauberkeit an. Fachkräfte, die dafür sorgen, sind die Mikrotechnologen.

Bei der dreijährigen Ausbildung zum Mikrotechnologen liegt der Schwerpunkt auf Halbleitertechnik und Mikrosystemtechnik. Schließlich will der Umgang mit den hoch empfindlichen Chips gelernt sein. Bereits ein einziges Staubkorn kann zu großen Defekten führen, ein verlorenes Haar weit reichende Probleme nach sich ziehen.

Deshalb ist ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein Voraussetzung für alle, die sich für diesen Beruf entscheiden. Konzentrationsfähigkeit ist gefordert, da man mit Säuren und anderen Chemikalien zu tun hat, sowie das Beherrschen von Planungs- und Steuersoftware.

Die Berufsaussichten für Mikrotechnologen sind heute sehr gut. Der Wandel zum Ausbildungsberuf mit Abschlussprüfung vor der IHK hat die Attraktivität dieses Berufes deutlich erhöht.