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Aachen: Virtuose Musiker glänzen mit der „Fledermaus”

Aachen : Virtuose Musiker glänzen mit der „Fledermaus”

Alljährlich in der Karnevalszeit bietet die Konzertdirektion Weinert in ihren Meisterkonzerten eine leichter geschürzte Veranstaltung an.

Hatte im Vorjahr das Münchner Bläserensemble „Blechschaden” einen Sensationserfolg, so waren diesmal die Holzbläser an der Reihe.

Das Antares-Ensemble, das sich aus Mitgliedern des Radio-Sinfonieorchesters Frankfurt zusammensetzt, bot Musik von Berlioz bis zu Johann Strauss. Dass es sich vorwiegend um Arrangements handelte, liegt in der Natur der Sache.

Desgleichen die hohe spieltechnische Qualität der Darbietungen, sind doch bekanntlich die Orchester der Rundfunkanstalten in Bezug auf ihre Musiker höchst anspruchsvoll.

Man begann allerdings mit einem Fehlgriff. Hector Berlioz, der Großmeister der Orchestrierung, lässt sich nicht auf das Mini-Format von je zwei Oboen, Klarinetten, Hörnern und Fagotten nebst Flöte und Kontrabass reduzieren.

So blieb die Ouvertüre zu „Béatrice et Bénédict” recht blass, so geschickt auch das Arrangement von Andreas N. Tarkmann gemacht war.

Der zeichnete auch für die Folge von Offenbach-Melodien aus der „Schönen Helena” und „Den Banditen” verantwortlich. Das zündete schon eher, jedenfalls mehr als „Chanson et Danses” op. 50 von Vincent DIndy, ein apartes Originalstück, das aber in dieser Umgebung etwas exterritorial wirkte.

Verzichtbar war wohl auch das zweite Original: Menuett und Finale F-Dur des jungen Franz Schubert, das noch nichts von der Originalität des späteren Meisters ahnen ließ. So war es dann Jo- hann Strauss mit seiner „Fledermaus” aufgegeben, die etwas wohltemperierte Atmosphäre anzuheizen.

Hier bewährte sich denn auch Tarkmanns Arrangierkunst, die den Musikern Raum gab, ihre Virtuosität glänzen zu lassen - was sie ausgiebig taten. So endete der Abend in herzlicher Zustimmung des Auditoriums, die zu Zugaben aufforderte.