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Viele Eltern riefen für ihre Kinder an

Viele Eltern riefen für ihre Kinder an

Aachen (an-o/jg) - Eine Frage konnten die Experten am "Nachrichten"-Telefon nicht beantworten: die nach der Höhe einer Erwerbsminderungsrente. Denn die ist von vielen Faktoren abhängig. Doch den meisten der rund 80 Anrufern gaben sie wertvolle Tipps zur persönlichen Absicherung.

Erstaunlich viele Mütter und Väter riefen an und erkundigten sich, wie sie ihre Kinder gegen Berufsunfähigkeit absichern können. Einer Frau hatte ein Vertreter für ihren Sohn eine Berufsunfähigkeitsversicherung und eine Pflegezusatzversicherung angeboten. Erstere sei ratsam, erfuhr sie von Norbert Roemers (Verbraucherzentrale), letztere nicht. "Man weiß derzeit nicht, was mit der Pflegeversicherung passiert. Erst mal abwarten", riet er. Eine Frau hat für ihren Sohn eine Lebensversicherung mit Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen und wollte wissen, ob sie der Versicherung mitteilen müsse, dass ihr Sohn keinen festen Beruf hat. "Schauen Sie nach, was in den Versicherungsbedingungen steht", empfahl Roemers. Denn manchen Versicheren müsse man einen Berufswechsel anzeigen, anderen nicht.

Dem Vater aus Würselen, der seine 18-jährige Tochter, noch Schülerin, absichern will, riet er zum Abschluss einer Police. "Aber lassen Sie sich schriftlich geben, dass diese umgestellt werden kann, wenn Ihre Tochter in den Beruf geht." Mit 25 bis 30 Euro Monatsbeitrag müsse er rechnen, so Roemers. Allen, die sich privat absichern wollen, riet er, bei mehreren Versicherern jeweils drei Angebote einzuholen: Endalter 60 Jahre, Endalter 65 Jahre sowie Versicherungsdauer bis 60 und Leistungsdauer bis 65 Jahre.

Viele Leser wollten wissen, ob sie auch versichert werden, wenn sie eine Vorerkrankung haben. Michael Gschaider (Verbraucherzentrale): "Gesundheitsfragen muss man sehr genau beantworten. Die Versicherer sind da kleinlich." Notfalls sollte man akzeptieren, dass eine Rente aufgrund einer bestehenden Erkrankung ausgeschlossen wird - oder höhere Beiträge in Kauf nehmen. Er riet, unabhängige Versicherungsberater einzuschalten.

Fragen zur gesetzlichen Erwerbsminderungsrente beantwortete Thomas Köbernik von der LVA. Einem Mann, der 15 Jahre pflichtversichert war und sich nun selbstständig macht, erklärte er, dass er noch zwei Jahre gesetzlich versichert sei. Danach könne er Beiträge in die so genannte Antragspflichtversicherung zahlen oder sich privat versichern. Wenn ein Rentenantrag abgelehnt wird, kann man dagegen beim Sozialgericht klagen, erklärte er einem Anrufer, und zwar kostenfrei.

Vortrag und Einzelgespräche

Die Verbraucher-Zentrale bietet im Oktober Vorträge (fünf Euro) und Einzelberatungen zum Thema an. Die Vorträge finden statt: Düren, Dienstag, 7. Oktober , 19 Uhr; Aachen, Donnerstag, 16. Oktober, 19.30 Uhr; Alsdorf, Donnerstag, 23.Oktober, 19 Uhr. Anmeldung zum Vortrag und zu Einzelberatungen: Aachen, Boxgraben 38, 0241 44760, Fax 0241 403826, E-Mail: aachen@vz-nrw.de, Alsdorf, Bahnhofstr. 36-38, 02404 93901, Fax: 02404 20233, E-Mail: alsdorf@vz-nrw.de, Düren, Josef-Schregel-Str. 19, 02421 56810, Fax.: 02421 503561, E-Mail: dueren@vz-nrw.de