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Köln: Vermögensberater soll Kunden um 640.000 Euro betrogen haben

Köln : Vermögensberater soll Kunden um 640.000 Euro betrogen haben

Ein 48 Jahre alter ehemaliger Vermögensberater muss sich ab Dienstag wegen gewerbsmäßigen Betrugs und Urkundenfälschung in 17 Fällen vor dem Kölner Landgericht verantworten.

Insgesamt soll der Angeklagte seine Kunden in zweieinhalb Jahren um über 643.000 Euro betrogen haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, sich gegenüber einem Ehepaar als Berater der Postbank ausgegeben zu haben. Die Opfer hätten ihm insgesamt 193 000 Euro anvertraut, die er absprachewidrig nicht investiert habe.

Um seine Kunden über die Entwicklung ihres Anlagevermögens zu täuschen, soll er ihnen gefälschte Kaufaufträge geschickt haben. In anderen Fällen soll der Angeklagte als Vermittler einer Direktbank Kunden zum Kauf von Terminanlagen bewogen haben. Ihre Zahlungen in Höhe von insgesamt 380.000 Euro habe er auf sein Privatkonto umgeleitet. Auch hier seien die Kunden durch fingierte Geschäftsunterlagen getäuscht worden.

Laut Anklageschrift täuschte der Angeklagte nach seinem Rauswurf bei der Direktbank seinen ehemaligen Kunden vor, jetzt mit der Dresdner Bank zusammenzuarbeiten. Wieder mit Hilfe gefälschter Dokumente soll er weitere 70.000 Euro kassiert haben.

Unter anderem habe er den Anlegern ein manipuliertes polizeiliches Führungszeugnis und ein angebliches Schreiben der Direktbank gezeigt, auf dem die Fehlleitung der Anlagesumme als Missverständnis bezeichnet wurde. Tatsächlich habe der Angeklagte aber sämtliche Gelder für sich verbraucht, heißt es von Seiten der Staatsanwaltschaft.