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Aachen: Vater gesteht: Eigene Kinder erstickt

Aachen : Vater gesteht: Eigene Kinder erstickt

Im Prozess um den Doppelmord an einem Geschwisterpaar aus Alsdorf hat der Angeklagte am Montag ein Geständnis abgelegt.

Der Vater der getöteten Niklas und Vivien erklärte von Weinkrämpfen geschüttelt vor dem Aachener Landgericht, er habe seine Kinder umgebracht und ihnen anschließend ihr Lieblingsstofftier in den Arm gelegt.

„Papa hat Euch lieb”, hat der angeklagte Busfahrer nach eigenen Angaben zu seinen beiden kleinen Kindern gesagt, dann habe er sie erstickt. Anschließend habe er sie mit einer Decke zugedeckt und ihnen einen Teddy in den Arm gelegt.

Danach sei er zur Polizei gefahren und habe sich gestellt. Hier habe er die Tat gestanden und gesagt, die Kinder hätten es jetzt besser als bei ihrer Mutter.

Von seiner Frau sei er bitter enttäuscht gewesen, er habe sie aber nicht gehasst. Heute wisse er nicht mehr, warum er das getan habe. Er habe so vielen Menschen Leid zugefügt.

Zu seiner Person erklärte der Angeklagte, er habe bereits als Jugendlicher einen Selbstmordversuch unternommen. In der Folgezeit sei er mehrfach in psychiatrischen Krankenhäusern behandelt worden. Derzeit befindet er sich in einem geschlossenen Landeskrankenhaus in Bedburg-Hau.

Bei einer Verurteilung wegen zweifachen Mordes droht dem 35-jährigen Angeklagten eine lebenslange Haftstrafe. Mit dem Urteil wird am 8. Dezember gerechnet.