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Düsseldorf/Neuss: Unwetter im Düsseldorfer Raum: Mann im volllaufenden Lift gefangen

Düsseldorf/Neuss : Unwetter im Düsseldorfer Raum: Mann im volllaufenden Lift gefangen

Rettung aus misslicher Lage: In einem Keller in Neuss hat die Feuerwehr einen Mann aus einem Fahrstuhl befreit, der während eines starken Unwetters allmählich voll Regenwasser lief. „Der arme Kerl steckte in dem Aufzug fest”, berichtete ein Feuerwehrsprecher.

Wie hoch der „Pegel” im Lift bei der ungewöhnlichen Rettungsaktion am Dienstagabend schon gestiegen war, konnte die Feuerwehr nicht sagen. Heftige Schauer hatten zahlreiche Keller in Düsseldorf und im nahe gelegenen Rhein-Kreis Neuss unter Wasser gesetzt.

Mehr als 300 Mal rückten die Einsatzkräfte in der Landeshauptstadt und der Nachbarregion aus; in einem Düsseldorfer Straßenbahndepot mussten sie 50.000 Liter Wasser aus den Kellern pumpen. Das entspricht dem Inhalt von 250 Badewannen.

Allein im Rhein-Kreis Neuss gab es mehr als 250 Einsätze. Dort stieg bei einem Getränkehandel, der in einer Senke liegt, das Wasser hüfthoch, schilderte die Feuerwehr.

In einer anderen Firma löste ein Kurzschluss durch Regen die Brandmelder aus. Einen aluminium-verarbeitenden Betrieb bewahrten die Einsatzkräfte vor einem empfindlichen Schaden: Dort war die sogenannte Elektrolyse überspült und unterbrochen worden.

„Wenn sie nicht nach spätestens zwei Stunden wieder in Gang gesetzt wird, erstarrt das Aluminium und man kann die Öfen wegschmeißen”, sagte der Sprecher. Mit Hilfe von Pumpen konnte die Feuerwehr das Wasser ableiten und die Panne verhindern.

Auch Autofahrer hatten mit dem Unwetter zu kämpfen. Auf einer Straße in Dormagen-Stürzelberg habe das Wasser bis zu einem halben Meter hoch gestanden, berichtete die Polizei.

Im Düsseldorfer Universitätstunnel der A 46 (Wuppertal-Neuss) blieb ein Auto stecken. Dort wurde eine Fahrspur bis in die Nacht gesperrt, weil die „Flut” 20 Zentimeter hoch stand. Nahe der Anschlussstelle Neuss-Uedesheim wurde eine Senke überspült; auch hier ging es für ein Fahrzeug nicht mehr weiter. Es habe jedoch keine Vollsperrungen gegeben. Verletzt wurde laut Polizei niemand.