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Aachen: Unesco-Musikpreis für Youssou NDour

Aachen : Unesco-Musikpreis für Youssou NDour

Youssou NDour - sein Name gilt als Synonym für Weltmusik.

Zurzeit ist er der berühmteste Star aus Afrika, der nicht nur traditionelle senegalesische Musikelemente mit gegenwärtigen Rock- und Popelemente erfolgreich verknüpft, sondern seinen Erfolg auch nutzt, um junge Musiker seines Landes und soziale Projekte in seiner Heimatstadt Dakar zu fördern.

„Damit ist er ein Kandidat, wie wir ihn uns nur wünschen können”, so Aachens Oberbürgermeister Jürgen Linden, der NDour am Donnerstag zusammen mit Kulturdezernentin Isabel Pfeiffer-Poensgen als neuen Träger des IMC-Unesco-Musikpreises vorstellen konnte.

Zur Verleihung wird der Star aus dem Senegal am 28. Oktober, 20 Uhr, in den Krönungssaal des Aachener Rathauses kommen. Ein komplettes Konzert gibt es dort jedoch nicht, aber Linden verspricht eine Performance in „kleiner Besetzung”.

Für 2005 plant die Stadt einen Kooperation mit der Kölner Philharmonie, um NDour dann im Rahmen eines Konzertes präsentieren zu können.

„Es ist uns durch engagierte Sponsoren aus der regionalen Wirtschaft gelungen, den Preis an Aachen zu binden”, so Linden. Rund fünfzig Vorschläge aus den nationalen Musikräten hatte die Jury zu prüfen.

Dabei ist nur derjenige preiswürdig, der mit seiner Musik auch einen Beitrag zum Weltfrieden und zum Sozialwesen leistet. Youssou NDour, Jahrgang 1959, hat schon frühzeitig den religiös geprägten Griot-Gesang der Geschichtenerzähler und hymnisch preisenden Sänger Westafrikas mit westlich-moderner Musik zu einem sehr persönlichen Stil verknüpft. Künstler wie Peter Gabriel, Sting und Bruce Springsten arbeiten mit ihm zusammen.

Dem islamischen Senegal und dort speziell der Bruderschaft der Muriden fühlt er sich tief verbunden. Seine erst vor wenigen Tagen erschienene CD „Egypt” trägt die Botschaft einer friedvollen islamischen Welt. „Angesichts der politischen Weltlage ist sie zu einem wichtigen Statement geworden”, sagt er selbst dazu.

„Weltmusik hat bei uns leider noch immer nicht den Stellenwert, den sie in anderen Ländern hat”, geht Linden auf NDours Schaffen ein. „Wir haben da echten Nachholbedarf.”

Der Eintritt zur Preisverleihung ist frei. Einlasskarten gibt es im Rathaus.