Ulrich Tukur und Maxim beim Kulturfestival der Städteregion Aachen

Kulturfestival X : Zehn magische Begegnungen in zehn Kommunen

Mit einem abwechslungsreichen Programm startet das 17. Kulturfestival X der Städteregion Aachen am 10. März in Herzogenrath. Promis wie Dominique Horwitz, Suzanne von Borsody, Meret Becker und Ulrich Tukur sind dabei. Pro Besucher gibt es nur zwei Tickets – allerdings zum Preis von nur 3,50 Euro pro Stück.

Es wird magisch, märchenhaft und musikalisch: Mit der 17. Auflage des Kulturfestivals X hat es die Städteregion Aachen erneut geschafft, zehn Events zu organisieren, die namhafte Künstler wie Ulrich Tukur und seine Rhythmus Boys (5. Juli, Audimax Aachen) oder Suzanne von Borsody (10. Mai, Bürgersaal Roetgen) an für sie ungewohnten Orten zu präsentieren – in Schulen, Kirchen oder Industriehallen.

Dabei bietet das Programm, das am 10. März Schauspieler Dominique Horwitz in der Europaschule Herzogenrath mit einer neuen Produktion eröffnet, szenisch-musikalische Lesungen, Konzerte, Performances bis hin zur hochkarätigen Fotoausstellung im Monschauer KuK (ab 30. Juni), für die Nina Mika-Helfmeier, Leiterin der Stabsstelle Kultur, das Archiv der Howard Greenberg Gallery in New York überzeugen konnte, aus den dort verwahrten 30.000 Abzügen der wichtigsten Fotografen des 20. Jahrhunderts 130 Aufnahmen auszuleihen. „Uns ist es wichtig, möglichst viele Menschen zu erreichen“, betont die Künstlerische Leiterin. „Deshalb geben wir wieder je Kunde nur zwei Karten zu jeweils 3,50 Euro ab.“

Das „X“ beim Kulturfestival bedeutet nicht nur eine (römische) „Zehn“ entsprechend der Anzahl der Kommunen, es ist zudem eine „Unbekannte“, mit der man getrost rechnen darf. „Künstler, die große Säle in Hamburg oder Berlin gewohnt sind, lassen sich auf Orte wie Alsdorf, Eschweiler, Simmerath oder Stolberg ein“, betont Nina Mika-Helfmeier. Das Budget von 90.000 Euro wird durch 45.000 Euro Sponsorengelder aufgestockt.

Einige Namen der Künstler, die sich auf den Weg in die Städteregion machen, sprechen für sich. Den „Deutschen Märchen“, mit denen Horwitz zusammen mit seiner 34-jährigen Tochter Miriam und einem Jazzpianisten das Publikum in den finsteren Wald der Fantasien lockt, folgt der „Gesang der Trolle“ (die Übersetzung von „Ljodahått“), eine Band aus Norwegen (5. April, Würselen) und eine Entdeckung der Organisatoren. Prickelnd düster wird es bei der musikalischen Lesung mit August Zirner (24. Mai, Stolberg), der sich Mary Shelleys „Frankenstein“ vornimmt. Mit „Blue Moon“ hat Billie Holiday musikalisch Geschichte geschrieben. Die Sängerin und Schauspielerin Sona MacDonald erinnert (4. Mai, Baesweiler) an die große Jazzerin. Es ist eine Hommage an den Star, aber zugleich die Erinnerung an ihr hartes Schicksal. Schmerz und Leid haben gleichfalls das Leben der brasilianische Künstlerin Frida Kahlo (1907-1954) geprägt, die Schauspielerin Suzanne von Borsody (10. Mai) im Bürgersaal Roetgen ihrem Publikum über Briefe, Tagebucheinträge und eine außergewöhnliche Bildsprache nahebringt. Schauspielerin Meret Becker wird in Simmerath-Lammersdorf (17. Mai) mit einem neuen Programm überraschen.

Mit Mockemalör & Cäthe (18. Mai, Eschweiler), die eine Bühnenshow mit Hang zum Varieté versprechen, und Maxim (12. Juli, Energeticon Alsdorf) erhält das „X“ im Festivalnamen eine weitere Bedeutung: „Große Talente, die nicht jeder kennt“, bringt es Nina Mika-Helfmeier auf den Punkt. „Maxim denkt und singt in Bildern, das ist Popmusik der besonderen Art.“

Der Vorverkauf startet am 9. Februar in allen bekannten Vorverkaufsstellen des Medienhauses Aachen, Information im Internet unter staedteregion-aachen.de/kulturfestival