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Köln: Tutanchamuns Grab ab Freitag in Köln zu sehen

Köln : Tutanchamuns Grab ab Freitag in Köln zu sehen

In Köln ist ab Freitag das Grab des ägyptischen Pharaos Tutanchamun zu sehen. In der Wanderausstellung „Tutanchamun - Sein Grab und die Schätze” werden rund 1.000 original- und maßstabsgetreue Nachbildungen der 1922 gefundenen Grabstätte des Königs gezeigt, wie der wissenschaftliche Leiter Martin von Falck am Mittwoch in Köln mitteilte.

In der Schau sei die Entdeckung des über 3.000 Jahre alten Grabes durch den Engländer Howard Carter nachzuerleben. „Der Besucher sollen das gleiche Gefühl haben wie Howard Carter, als er zum ersten Mal in die Grabkammer schaute”, sagte der für das Ausstellungskonzept zuständige Dieter Heinen. So gebe es zahlreiche Informationen zu allen Objekten und auch zur Geschichte der Entdeckung des Grabes. Daneben werde in einer Dokumentation gezeigt, wie die ägyptischen Pharaonen lebten.

Totenmaske zentrales Element

Ein zentrales Objekt der Schau ist die weltbekannte Totenmaske Tutanchamuns. Die Räume der Ausstellung sind abgedunkelt, einzig die im Original hauptsächlich aus Gold gefertigten Grabbeilagen, Schreine und Sarkophage werden mit Lichtstrahlern in Szene gesetzt. Die Nachbildungen wurden laut Heinen von Fotos und Museumsstücken rekonstruiert. Von der Idee bis zur Ausstellung habe es sechs Jahre gedauert, unter anderem auch, weil sich lange niemand fand, der die teilweise aufwendig mit Hieroglyphen und Details versehenen Stücke in ausreichender Qualität herstellen konnte.

„Ausstellungen mit Originalstücken aus dem Grab haben immer nur kurze Laufzeiten und zeigen sehr wenige Objekte”, sagte Martin von Falck. Die Originale, die zum Teil Ägypten nicht mehr verlassen dürften, seien so auch geschützt. Daher sei entschieden worden, eine Ausstellung mit Nachbildungen zu machen. „Der Vermittlungsgedanke steht im Vordergrund, nicht die Detailforschung”, sagte von Falck.

Einziges nicht geplündertes Grab

Tutanchamun bestieg mit sieben Jahren den Thron und regierte von 1332 bis 1323 vor Christus. Er wurde nur rund 19 Jahre alt, seine Todesursache ist bis heute ungeklärt. Sein Grab ist das berühmteste der ägyptischen Pharaonen, weil es als einziges nicht von Grabräubern geplündert wurde.

Die Ausstellung war zuvor bereits in verschiedenen europäischen Städten, darunter Zürich und Hamburg zu sehen. Bisher hatte sie laut Veranstalter rund 1,6 Millionen Besucher. Zur Ausstellung gibt es ein Begleitprogramm unter anderem mit Vorträgen von Ägyptologen sowie Kinder- und Jugendführungen. In Köln wird die Ausstellung bis zum 31. März 2011 gezeigt. Die Schau auf dem Gelände der Expo XXI ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.