Berlin: Türkischer Film „Bal” erhält Goldenen Bären der Berlinale 2010

Berlin: Türkischer Film „Bal” erhält Goldenen Bären der Berlinale 2010

Der Goldene Bär der 60. Berlinale geht an den türkischen Film „Bal” („Honig”). Das Werk von Regisseur Semih Kaplanoglu wurde am Samstagabend in Berlin als bester Film ausgezeichnet.

„Bal”, der mit deutscher Beteiligung entstand, ist der letzte Teil einer Trilogie über die Lebensbedingungen im ländlichen Anatolien. Wegen eines Bienensterbens stellt ein Imker seine Körbe in einem schwer zugänglichen Teil des Gebirges auf. Als er nicht zurückkehrt, macht sich sein kleiner Sohn auf die Suche nach ihm. Der Film, in dem unter anderen der achtjährige Darsteller Bora Altas zu sehen ist, galt unter Kritikern als ein Favorit. Regisseur Kaplanoglu zeigte bereits 2005 im Forum der Berlinale seinen Film „Angels Fall”.

Im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Berlin liefen 26 Filme, davon konkurrierten 20 um die begehrten Preise. Ins Rennen gingen auch die deutschen Filme „Jud Süß - Film ohne Gewissen” von Oskar Roehler und „Shahada” von Burhan Qurbani sowie die deutsch-österreichische Koproduktion „Der Räuber” von Benjamin Heisenberg. Sie gingen bei den Preisen leer aus. Über die Auszeichnungen entschied wieder eine Internationale Jury, die in diesem Jahr unter der Präsidentschaft des deutschen Regisseurs Werner Herzog stand. Im vergangenen Jahr hatte der peruanische Film „Eine Perle Ewigkeit” von Regisseurin Claudia Llosa den Goldenen Bären gewonnen.