Krefeld: Tsunami-Hilfe unterschlagen: Haft

Krefeld : Tsunami-Hilfe unterschlagen: Haft

Weil er Tsunami-Hilfsgelder in die eigene Tasche gesteckt hat, muss ein Unternehmersohn aus Krefeld für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis. Das Krefelder Amtsgericht verurteilte den 37-jährigen Geschäftsmann am Mittwoch wegen Betruges.

Der Mann hatte 35.000 Euro Darlehen mit der Begründung beantragt, er müsse die Software-Firma seines Ende 2004 bei der Flutkatastrophe ums Leben gekommenen Vaters retten. Mit dem Geld wollte er angeblich Löhne zahlen.

23.000 Euro waren ihm bewilligt worden. Zum Zeitpunkt der Auszahlung der Hilfsgelder hatte der Geschäftsmann die Firma aber bereits verkauft, stellte das Gericht fest. Das Darlehen konnte der Mann nicht zurückzahlen.

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