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Grevenbroich: Tragödie im Kraftwerk: Kaum neue Erkenntnisse

Grevenbroich : Tragödie im Kraftwerk: Kaum neue Erkenntnisse

Nach der Katastrophe auf der Großbaustelle des RWE-Kraftwerks in Grevenbroich-Neurath dauert das Todesermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Mönchengladbach an.

Am 25. Oktober 2007 war ein 160 Meter großes Stahlgerüst teilweise in sich zusammen gefallen und ließ neun Arbeiter aus Osteuropa in die Tiefe stürzen - drei von ihnen starben.

„Der Kran, der an der Unfallstelle im Einsatz war, wurde inzwischen freigegeben”, sagte am Montag Oberstaatsanwalt Peter Aldenhoff. Ansonsten dauere die Untersuchung der Gutachter „voraussichtlich noch Monate an”.

Das Ermittlungsverfahren werde „derzeit gegen keinen Verdächtigen” geführt, denn: „Wir müssen ja zunächst eine Unfallursache erfahren, bevor wir gegen einen Verursacher vorgehen können.”

Durch die Freigabe des größten und schwersten Krans der Welt (210 Meter, 220 Tonnen) konnte RWE das Gerät aus der noch abgesperrten Unfallstelle zum entstehenden Kraftwerk-Block 3 abziehen.

„Wir können noch nicht abschätzen, welchen baulichen Zeitverzug wir durch den Unfall haben, denn durch die Freigabe des Krans können wir jetzt die Arbeiten an Block 3 vorziehen”, sagte RWE-Sprecher Lothar Lambertz.

Für die nur 150 Meter lange Strecke der Umversetzung des Kolosses musste der Transport-Unterwagen mit 92 Achsen und 368 Rädern ausgestattet werden. Insgesamt wurden dabei 320 Tonnen schwere Stahlteile auf 180 Metern Höhe bewegt.