Aachen: Top-Ausstellungen sorgen für Zulauf

Aachen : Top-Ausstellungen sorgen für Zulauf

Die Aachener Museen sind im Aufwind. Das ist das Fazit einer Bilanz, die der städtische Kulturbetrieb zieht. Im Vergleich der Besucherzahlen 2005 und 2006 verzeichnen die meisten Häuser ein Plus. Und 2007 soll sich das mit großen Ausstellungen fortsetzen.

So wird es im Ludwig-Forum eine große Werkschau - die größte seit 1994 überhaupt - des Fotorealisten Chuck Close geben. Und im Suermondt-Ludwig-Museum soll die bereits laufende Wilhelm-Kalf-Schau den dort eher dürftigen Besucherzahlen auf die Sprünge helfen.

Im einen wie im anderen Fall werden jeweils rund 20.000 Besucher erwartet. Das entspricht im „Lufo” 80 Prozent der Gesamtbesucherzahl 2006, im Suermondt-Ludwig-Museum gar 122 Prozent. Die Häuser im Überblick:

Ludwig-Forum: Ins Haus an der Jülicher Straße kamen 33 Prozent mehr Besucher zu den Ausstellungen, bei der Gesamtbesucherzahl ging es um 14 Prozent aufwärts. Insgesamt kamen 24.647 Menschen (2005: knapp über 18.000) - im Fünfjahresvergleich ein Rekord. Bester Monat war der April mit weit mehr als 4000 Besuchern. Insbesondere die Franz-Gertsch-Retrospektive lockte etliche Gäste mehr als sonst.

Suermondt-Ludwig-Museum: Das Haus an der Wilhelmstraße liefert einen kleinen Wermutstropfen in der Bilanz. In die Ausstellungen kamen 13 Prozent weniger Beucher. Nur etwas mehr als 16000 Besucher waren 2006 zu verzeichnen. Das soll wie gesagt durch die Kalf-Schau umgedreht werden.

Couven-Museum: Sieben Prozent beträgt bei den Ausstellungen das Besucherplus des Hauses mitten in der City. Das, so hat eine Auswertung ergeben, basiert insbesondere auf den verlängerten Öffnungszeiten während der Reit-WM. 11.689 Gäste wurden gezählt. Mit der Neuausrichtung des Museums soll der positive Trend fortgesetzt werden.

Museum Burg Frankenberg: Hier ist ein Einbruch der Zahlen bei den Ausstellungen um 54 Prozent zu beklagen. Der Kulturbetrieb führt das auf „die veränderten Öffnungszeiten und die damit einhergehenden verringerten Aktivitäten der pädagogischen Abteilung” zurück. Nur 1381 Menschen kamen im Jahr 2006.

Internationales Zeitungsmuseum: Das einmalige Angebot an der Pontstraße ist beliebt. Die Zahl der Ausstellungsbesucher kletterte um satte 34 Prozent von knapp 5000 auf rund 6700.

Zollmuseum Friedrichs: Auch dieses Kleinod am ehemaligen Grenzübergang Locht bei Horbach/Kerkrade erfreut sich wachsender Beliebtheit. Bei den Ausstellungsbesuchern ging es um 16 Prozent aufwärts. 1764 Gäste interessierten sich für die Zollsammlung.

Über die Zahlen berät der Betriebsausschuss Kultur am 24. April, 17 Uhr, im Rathaus.