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Aachen: Theater spart rund 1,2 Millionen ein

Aachen : Theater spart rund 1,2 Millionen ein

Nach den heftigen Auseinandersetzungen über die Subventionierung der größten Bühne der Region wartet das Theater Aachen mit einer beachtlichen Erfolgsmeldung auf.

Exakt 1,221 Millionen Euro weniger als im ursprünglichen Zuschussplan veranschlagt, hat der Kunsthort in der vergangenen Spielzeit 2002/2003 insgesamt beansprucht.

Dies geht aus einer Vorlage der Theaterleitung für den Finanzausschuss des Rates hervor.

Danach wurden statt eines Zuschussbedarfs von 16,353 Millionen Euro lediglich 15,132 Euro Verlust geltend gemacht.

Unterm Strich konnte die Differenz vor allem durch Einsparungen beim fest angestellten Personal - insgesamt knapp 1,5 Millionen Euro - erwirtschaftet werden.

Als „hervorragende Leistung” wertete der Kultur- und Finanzexperte der Grünen im Rat, Hermann Josef Pilgram, das Ergebnis am Donnerstag.

Es habe sich gezeigt, dass Einsparungen trotz vorheriger gegenteiliger Bekundungen der Intendanz möglich seien. „Damit dürfte das Ende der Fahnenstange allerdings erreicht sein”, meinte Pilgram.

Auch der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion, Harald Baal, äußerte sich auf AZ-Anfrage positiv. „Das Ergebnis wird dazu beitragen, die Gespräche über den nächsten Fünf-Jahresplan erheblich zu erleichtern”, sagte er.

Ein Zuschusspaket von jährlich rund 16,3 Millionen Euro könne für die kommende Finanzierungsperiode ins Auge gefasst werden.

Und: „Wir gehen davon aus, dass die eingesparte Summe als Schwankungsreserve in die Rücklage aufgenommen werden kann.”

Derzeit verfügt das Theater über eine Rücklage von nur noch rund 900000 Euro - nachdem die Reserve angesichts eklatanter Haushaltslöcher um rund drei Millionen Euro abgeschmolzen worden war.