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Aachen: Theater Aachen: Romanzen und Liebe im Spiegelfoyer

Aachen : Theater Aachen: Romanzen und Liebe im Spiegelfoyer

„Leise flehen meine Lieder“ — Franz Schubert steht titelgebend Pate für ein neues Programmangebot des Aachener Theaters: eine Reihe von Liederabenden, bei denen sich die Sängerinnen und Sänger des Hauses einmal ganz anders, sehr individuell bei einem Konzert im Spiegelfoyer vorstellen können.

Der Anstoß dazu kam aus dem Ensemble selbst — namentlich von Irina Popova, die bereits im achten Jahr das Musiktheater in Aachen entscheidend prägt. „Ich habe immer sehr gerne Kammermusik gemacht, schon als Studentin“, sagt die gebürtige Bulgarin, die in Sofia nicht nur Gesang, sondern auch Klavier und Flöte studiert hat. Ihre Idee fiel bei den Kolleginnen und Kollegen sogleich auf fruchtbaren Boden. So wird sich jeder mit Werken präsentieren, die üblicherweise eher selten auf dem Programmzettel stehen.

Persönliche Vorlieben vor dem Hintergrund der eigenen Herkunft sollen im Mittelpunkt stehen. Und die gestalten sich bei einem internationalen Ensemble wie dem Aachener ausgesprochen vielfältig.

„Unsere Sänger kommen aus unterschiedlichsten Kulturen“, sagt Intendant Michael Schmitz-Aufterbeck. „Ich fände es zum Beispiel sehr schön, wenn wir auch einmal einen koreanischen Liederabend erleben könnten.“

Den Anfang bestreiten am Montag, 15. April, um 20 Uhr Camille Schnoor und Maximilian Krummen, beide Stipendiaten der Theater-Initiative und bereits in „Carmen“ und „Hänsel und Gretel“ zu sehen. Sie stellen sich mit einem vielfältigen Programm aus Klassikern des romantischen Liedes von Franz Schubert bis Richard Strauss vor.

Der zweite bereits terminierte Liederabend — geplant sind vier pro Saison — findet am 6. Mai, 20 Uhr, mit Irina Popova statt. Aachens sympathische Primadonna wird die heimatliche slawische Variante musikalischer Romanzen vorstellen — Lieder von Tschaikowsky, Rachmaninow und Komponisten aus Bulgarien. „Östliche Liebe“ hat sie ihr Konzert vielversprechend überschrieben. Am Klavier begleitet sie Galina Gryzhikova.

„Tolles Gesangsrepertoire“

Der Intendant hofft auf einen regen Zuspruch des Publikums. „Das ist ein tolles Gesangsrepertoire“, sagte er und freut sich besonders darüber, dass das Publikum dabei die Gelegenheit bekommt, den Sängern einmal hautnah und sehr persönlich begegnen zu können.

Karten in allen Vorverkaufsstellen Ihrer Tageszeitung.

(eho)