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Bonn: Teures Sexvergnügen: Hure erpresst Beamten

Bonn : Teures Sexvergnügen: Hure erpresst Beamten

Happige 13.500 Euro sollte ein 51-jähriger Bonner Ministerialbeamter für den fünfstündigen Hausbesuch einer Kölner Prostituierten zahlen. Als der Freier nicht in der Lage war, den Sexlohn sofort zu zahlen, wurde er von der 24-jährigen Hure und ihrem 23-jährigen Freund über Wochen verfolgt und auch mit dem Tod bedroht.

Selbst als der Beamte schließlich rund ein Drittel des Preises ­ 4800 Euro - gezahlt hatte, hörten die Bedrohungen nicht auf. Die Forderungen des Duos - bis zu 100.000 Euro - wurden immer höher. Wegen räuberischer Erpressung muss sich das Paar seit Donnerstag vor dem Bonner Amtsgericht verantworten. Der Betroffene hatte die Polizei eingeschaltet.

Der Bundesbeamte sagte als Zeuge, dass er die Dienste von Prostituierten häufiger in Anspruch nehme. Auch die Höhe der Bezahlung hielt der geschiedene Mann für nicht „völlig unangemessen”. Fünfstellige Summen seien durchaus üblich. Mit der „Zunahme seiner Erregung”, sei in dem Erpressungsfall auch der Preis gestiegen.

Auf Nachfrage des Richters, ob die Prostituierte denn etwas „sehr Besonderes geboten” hatte, erklärte der Freier: „Eigentlich nicht.” Es sei nicht um Geschlechtsverkehr gegangen, sondern um eine Art Show: „Das meiste spielt sich im Kopf ab.”