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Aachen: Teufelsberg, Mais oder Lianen im Urwald

Aachen : Teufelsberg, Mais oder Lianen im Urwald

Im Sommer begann die Wildnis des Urwalds direkt hinter Langerwehe. In einem Waldstück schienen die Lianen direkt aus dem Himmel zu wachsen. Im Winter war der Teufelsberg bei Aachen-Brand die Nummer eins unter den Lieblingsplätzen. Und genau darum dreht sich auch der Malwettbewerb der „Nachrichten”.

Der Berg hatte es in sich: Selbst wenn nur ein paar Kristalle Schnee gefallen waren, konnte man an dem steilen Hang mit dem Schlitten in einen Geschwindigkeitsrausch verfallen.

Frühling: Das hieß für die Zehen ein erstes kaltes Bad in der Inde, die bei Kornelimünster noch nicht braun ist. Im Herbst war das Maisfeld eine Verlockung. Das sah der Bauer zwar nicht gerne, aber saß man erst mal drin, war man mindestens so unsichtbar wie Harry Potter mit Tarnumhang. Zum krönenden Abschluss wurde ein Futter-Kolben aufgespießt und über einem Feuer geröstet.

Abenteuer und Ruhe

So ein Lieblingsplatz ist was fürs Leben: Noch Jahre später erinnert der Geruch von Mais oder das Gefühl von nassen Kieseln unter den Füßen an die Kindheit. Vielleicht graben sich die Erinnerungen an die besten Plätze so in das Gehirn, weil es das erste ist, was ein Kind sich selbstständig sucht: manchmal ein Platz voller Abenteuer, manchmal aber auch einer, der Ruhe verspricht. Da geht man hin, wenn es Ärger gegeben hat, aber auch, wenn man überströmt vor Glück.

So war das früher und so ist das heute noch. Etwa bei den Kindern des „Kids-Klub” in Eschweiler, der Tagesstätte des Kinderschutzbundes an der Don-Bosco-Grundschule. Stellvertretend für die vielen Kinder der Region haben sie verraten, wo sie zu Hause und in ihrer Stadt am liebsten sind.

Am liebsten im Bett

Laura mag am liebsten ihren großen Stein im Garten: „Das ist der schönste Platz im Sommer, weil darauf ein Brunnen ist und ich mich mit dem Wasser nassspritzen kann”, sagt die Achtjährige. Daria sitzt nicht nur im Sommer viel im Baumhaus, das ihr Vater gebaut hat: Sie steigt eine der beiden dreieinhalb Meter hohen Strickleitern hoch und ist schon in ihrem ureigenen Refugium: „Hier spiele ich mit meiner Freundin, manchmal lege ich mich zum Schlafen hin, und verstecken kann ich mich auch toll hier”, erzählt Daria.

Julian geht gerne zu seinem Freund nebenan. Und dort ist sein Lieblingsplatz auch im Garten, das eiskalte Tauchbecken neben der glutheißen Sauna. Ein schöner Platz, aber keiner, an dem man sich stundenlang aufhalten könnte wie Sara an ihrem. Die Zehnjährige hat einen ganz gemütlichen Platz, der eigentlich den Begriff Kuschelplatz verdient hätte: „Ich bin am liebsten in meinem Bett direkt unter dem Dach. Das ist so in kleines Dreieck, und da höre ich dann Musik oder Hörspiele.”

Die Vorliebe für Gemütlichkeit teilen mit Sara auch Tabea und Jonas: Sie kuscheln sich auch am liebsten in die Kissen von ihrem Bett. Dort wäre Scarlett entschieden zu wenig los. Die quirlige Achtjährige tummelt sich in jeder freien Minute in der Schwimmhalle: „Ich springe dann immer vom 3-Meter-Brett”, sagt sie nicht ohne Stolz. Madlins Platz ist mobil: Die Zehnjährige ist überall dort am liebsten, wo Jacki, ihr Pflegehund, mit hingeht. Die Michelle spielt am liebsten auf dem Schulhof und Dominique dribbelt mit dem Basketball auf dem Rasen in der Nähe seines Hauses.

Ran an die Farben

Und jetzt seid ihr dran! Überlegt mal, wo ihr am allerliebsten seid. Ist das der Spielplatz in eurer Straße, der Bolzplatz um die Ecke oder die Skater-Bahn im Viertel? Oder doch der Pflaumenbaum im Garten? Und dann ran an die Farben: Ihr könnt mit eurem Lieblingsplatz viele Preise gewinnen. Ihr braucht ihn nur zu malen. Wie das geht, lest ihr hier:

Malt euren Lieblingsplatz in eurem Ort und schickt das Bild bis spätestens 26. Mai an folgende Adresse: Aachener Nachrichten, Stichwort: Malwettbewerb, Dresdener Straße 3, 52068 Aachen.

Den Gewinnern winkt eine ganze Reihe toller Preise: In den drei Einzelwertungen (Vorschulkinder, Grundschulkinder und Kinder über zehn Jahre) ist der erste Preis ein Fahrrad, gesponsort vom Aachener Fachgeschäft Velo. Die drei zweiten Preise sind jeweils zwei Eintrittskarten für das Phantasialand in Brühl, für die Drittplatzierten spendiert das Freizeitbad Aquana in Würselen Familientickets.

Bei den Gruppen wandelt die Siegerklasse auf den Spuren Leonardo da Vincis: Der geniale italienische Künstler hat vor mehr als 500 Jahren die Konstruktionsanleitung für ein Brückenbauwerk ohne Nägel oder Klebstoff geliefert, das ab Juni in der Experimentier-Werkstatt des Bergbaumuseums Anna II in Alsdorf bewundert werden kann. Über 40 physikalisch-technische Experimente lassen sich dort selbst erfahren.

Der zweite Preis ist ein besonderer Tag im Brückenkopf-Park in Jülich, der dritte ein Besuch im Kinder-Musical "Der kleine Tag" am 27. Juni in der Stadthalle in Alsdorf. Die Aseag legt für die drei Gruppen gemeinsam mit den „Nachrichten” Karten für eines der nächsten Heimspiele von Alemannia Aachen hinzu und fährt die Gewinner nach Jülich und Alsdorf.