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Düsseldorf: Tempolimit ohne Auswirkung auf Autobahn-Unfälle

Düsseldorf : Tempolimit ohne Auswirkung auf Autobahn-Unfälle

Geschwindigkeitsbegrenzungen haben offenbar keinen Einfluss auf die Zahl schwerer Verkehrsunfälle auf den Autobahnen in Nordrhein-Westfalen.

In der Unfallstatistik gebe es „keine signifikanten Unterschiede zwischen Strecken mit und ohne Geschwindigkeitsbegrenzungen”, heißt es in der Antwort des Innenministeriums auf eine Kleine Anfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Bodo Wißen.

Auf beiden Autobahnabschnitten ist die Zahl der Unfälle sowie der Schwerverletzten und Getöteten in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen.

Nach Angaben des Innenministeriums gibt es in Nordrhein-Westfalen 4360 Streckenkilometer Autobahn, davon gilt auf etwa 1360 Kilometer eine dauerhafte Geschwindigkeitsbegrenzung.

Auf diesen rund 31 Prozent aller Autobahnkilometer haben sich im Durchschnitt der vergangenen Jahre etwa 35 Prozent aller schweren Autobahnunfälle ereignet. Grundsätzlich gehörten Autobahnen zu den sichersten Straßen, heißt es in der Antwort.

Der Hauptanteil der schweren Unfälle ereigne sich in geschlossenen Ortschaften und auf Landstraßen, also auf Strecken mit Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Auf den Autobahnabschnitten mit Tempolimit ging die Zahl der schweren Unfälle zwischen 2000 und 2006 von knapp 3500 auf gut 2600 zurück, die Zahl der Schwerverletzten und Toten sank von 559 auf 376.

Auf den Strecken ohne Tempobegrenzung sank die Zahl der Unfälle von gut 6300 auf etwa 4700, die Zahl der Schwerverletzten und Todesopfer nahm im gleichen Zeitraum von 559 auf 376 ab.