Maastricht: Tefaf: Bedeutender Renoir auf Maastrichter Kunstmesse

Maastricht: Tefaf: Bedeutender Renoir auf Maastrichter Kunstmesse

Die Maastrichter Kunstmesse Tefaf glänzt in diesem Jahr wieder mit Gemälden im zweistelligen Millionenwert: Neben dem mit 34 Millionen Euro teuersten Rembrandt in Privatbesitz wird auch ein Hauptwerk von Pierre-Auguste Renoir angeboten.

Das Preisschild an Renoirs „Blumen pflückende Frau” aus der frühen Phase des Impressionismus weist 15 Millionen Dollar aus (11,3 Millionen Euro), teilte die Tefaf am Donnerstag mit - rund drei Wochen vor der Eröffnung der Messe, die vom 18. bis 27. März geht.

Das 1874 entstandene Ölgemälde (65 x 54 Zentimeter) stellt Camille Monet dar, die erste Frau von Renoirs bestem Freund und Kollegen Claude Monet. Das Werk wird vom Sterling and Francine Clark Institute in Williamstown (US-Bundesstaat Massachusetts) angeboten.

Es will mit dem Verkaufserlös andere Teile seiner Sammlung stärken. Experten rechnen mit regem Interesse, da „wichtige Frühwerke der impressionistischen Malerei immer seltener auf den Markt kommen”, sagte eine Tefaf-Sprecherin.

Bereits im Januar hatte der New Yorker Kunsthändler Otto Naumann bekanntgegeben, dass er Rembrandts „Porträt eines Mannes mit den Händen in den Hüften” anbietet. Naumann hatte das 107 mal 87 Zentimeter große Werk Rembrandts (1606-1669), das nun 34 Millionen Euro kosten soll, erst vor gut einem Jahr in London für umgerechnet 23,5 Millionen Euro ersteigert.

Zu den Höhepunkten der Tefaf 2011 - die Abkürzung steht für The European Fine Art Fair - gehören auch die imposante Skulptur „Mother and child seat” von Henry Moore (1983), Pierre-Auguste Renoirs Darstellung seines Sohnes Claude „La leçon” aus dem Jahr 1906 und eine mehr als 7000 Jahre alte griechische Statuette.

Insgesamt sind diesmal auf der Tefaf, die zu den wichtigsten Kunstmessen der Welt gehört, rund 260 Aussteller aus 16 Ländern mit mehr als 30 000 Werken von der Antike bis zur Moderne vertreten.

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