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Würselen: Swing und Schlager packen noch immer

Würselen : Swing und Schlager packen noch immer

„Überwältigend vital, mitreißend musikalisch und jetzig, als habe es nie das große Vergessen gegeben”, jubelt das Feuilleton der FAZ.

Die Frankfurter Rundschau konstatiert: „Man könnte in Frankfurts Alter Oper die berühmte Stecknadel fallen hören, denn es ist zum Niederknien brillant.”

Entertainer Götz Alsmann hat in sorgfältiger Feinarbeit unter dem Motto „Lieder, Swing und alte Schlager” eine Revue erdacht und legendäre Stars der deutschen Unterhaltungsmusik folgten seinem Ruf: Bibi Jones, Alice und Ellen Kessler, Chris Howland und Greetje Kauffeld.

Mit ihnen gastiert er nun auch am Samstag im Rahmen des Sommerfestivals auf Burg Wilhelmstein in Würselen-Bardenberg. „Wir hätten niemals mit diesem Riesenerfolg gerechnet”, kommentiert Bibi Jones den bisherigen Verlauf der Tour.

„Vielleicht liegt es ja daran, dass heute alle Songs ähnlich klingen. Wir kamen damals alle irgendwie aus der Jazzecke und haben uns trotzdem ganz unterschiedlich entwickelt. Der Swing ist eine herrliche Sache, das packt auch heute noch die Zuschauer.”

Wohl selten gab es ein Team, das sich so viele Jahrzehnte kennt - und schätzt. „Es klappt super, die Kollegialität ist so angenehm, denn keiner von uns hat es nötig, sich irgendwie in den Vordergrund zu drängen, im Gegenteil, jeder fördert den anderen”, sagt Greetje Kauffeld, die noch immer begehrter Gast auf Jazz-Festivals ist, vor kurzem mit Paul Kuhn swingend unterwegs war und eine neue CD vorbereitet.

„Wir haben viel Spaß miteinander, und es ist besonders schön, dass alle eine ungeheure Disziplin bewahren, pünktlich und zuverlässig sind. Da merkt man eben doch die Erfahrung.”

Neben Götz Alsmann, der die Show und ihre Stars liebevoll präsentiert, ist Chris Howland „Hahn im Korb”. „Das ist wunderbar, dabei kann man ja nie mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, ob ein Projekt funktioniert. Ich habe, ehrlich gesagt, nicht mit diesem Durst des Publikums gerechnet.”, schwärmt er.

„Da gibt es bestimmt Leute, die glauben, bei dieser Tour fährt der Krankenwagen hinter dem Bus her, aber wir sind alle noch äußerst lebendig. Götz Alsmann macht uns komplett.” Pannen auf der Bühne? „Manchmal gibt es Textverdreher, und ich bin schon ohne Mikrophon aufgetreten, aber das war nicht tragisch.”

Ohne Ehefrau Monika würde Howland jedoch keinen Schritt tun. „Sie packt auch diesmal die Koffer und sorgt für alles, ohne sie würde ich nicht mal auf der anderen Straßenseite auftreten.”

Seine tanzenden und singenden Kolleginnen auf der Bühne bewundert er. „Das sind wirklich ,Golden Girls, eine happy Truppe. Und niemandem steigt der Erfolg in den Kopf.”

Dass sie gern mit Alsmann arbeiten würden, haben die Kessler-Zwillinge Alice und Ellen schon vor den Revue-Plänen gewusst: „Wir haben bei ,Zimmer frei mitgemacht, das war richtig nett und professionell”, erinnert sich Ellen Kessler.

40 Jahre sind die Schwestern allein mit Bibi Jones befreundet. „Jeden Tag sitzen wir im Bus beisammen , und es wird nicht langweilig.”

Für die beiden singenden Tänzerinnen ist das Programm eine besondere Herausforderung. „Unser tägliches Training haben wir sozusagen auf die Bühne verlegt...”

Die Götz Alsmann-Revue ist am Samstag, 26. Juni, 20 Uhr, auf Burg Wilhelmstein, Würselen-Bardenberg, zu erleben.

Karten in allen Zweigstellen unserer Zeitung, Info 0241/5101192 und 0241/5101175.