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Dahlem: Studie: Westwall touristisch kein Pfund für die Eifel

Dahlem : Studie: Westwall touristisch kein Pfund für die Eifel

Der Westwall ist touristisch kein Pfund, mit dem die Eifelgemeinden wuchern können. Zu diesem Schluss kommt eine Analyse zu der Grenzbefestigung aus dem Zweiten Weltkrieg.

„Der Westwall spielt eine gewisse touristische Rolle. Die ist aber nicht so groß, dass sich riesige Investitionen lohnen würden, um ihn als touristischen Faktor nach vorne zu bringen”, sagte der Dahlemer Bürgermeister Reinhold Müller am Mittwoch. Er ist Sprecher der acht nordrhein-westfälischen Eifelgemeinden, an denen der Westwall mit Panzerhöckern und Bunkeranlagen vorbei führt.

Der Kreis der Kulturtouristen mit historischem Interesse sei in der Eifel nicht so groß, gab Müller ein Ergebnis aus der noch nicht veröffentlichten Studie wieder. Außerdem sei der Westwall für eine touristische Vermarktung nicht ausreichend wissenschaftlich aufgearbeitet.

Die Eifelgemeinden wollten wissen, ob sich ein Engagement zur touristischen Nutzung des Westwalls auszahlen würde. So gibt es beispielsweise im Naturpark Eifel bereits einen Westwall-Wanderweg. Einige Kommunen haben Bunkeranlagen übernommen. Es gebe auch kleinere Museen, die den Westwall zum Thema machten, sagte Müller.

Die Kommunen wollten belastbare Aussagen, ob sich Investitionen in spezielle touristische Angebote und in die Sicherung der Bunkeranlagen lohnen. Initiator der Studie war die Eifel Tourismus GmbH, in der 38 Kommunen und Landkreise in NRW und Rheinland-Pfalz Gesellschafter sind. Müller rechnete mit einer Vorstellung der Studie noch in diesem Jahr.

Der Westwall wurde von 1936 bis 1940 an der deutschen Grenze zwischen Kleve und Basel gebaut. Auf dem 630 Kilometer langen Band standen rund 17.000 Bunker und Befestigungsanlagen. Von den bundesweit noch 8700 vorhandenen Bunkern stehen rund 2000 in Nordrhein-Westfalen.