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Aachen: Staatsanwälte fordern Euregio-Ermittler

Aachen : Staatsanwälte fordern Euregio-Ermittler

Anstieg der Straftaten im Bereich der Aachener Staatsanwaltschaft: Rund 20 Prozent mehr kriminelle Delikte als im gleichen Zeitraum des Vorjahrs, berichtet Oberstaatsanwalt Axel Vedder, seien in den ersten drei Monaten zu verzeichnen.

Der nach der Pensionierung von Uwe Görig neue Chef der Aachener Ermittlungsbehörde erläuterte, dass der Anstieg besonders heftig bei der Jugendkriminalität sei. Doch nicht nur da. Auch Straftaten von Erwachsenen seien im Gerichtsbezirk deutlich angestiegen.

Im Jahr 2003 zeigten die rund eine Million Bürger in der Obhut der Aachener Staatsanwälte (alter Regierungsbezirk Aachen) rund 150.000 Delikte an. Darunter fällt allerdings alles von offensichtlichen Querulantenanzeigen (in jüngster Zeit gehäuft gegen die Aachener Gesundheitsministerin Ulla Schmidt) über Schwarzfahren bis hin zu Kapitaldelikten wie Totschlag oder Mord.

Vedder setzt sich im Zusammenhang mit dem als „Homejackíng” bekannten grenzüberschreitenden Autoklau in der Aachener Region generell für den Aufbau einer grenzüberschreitenden, multinationalen Ermittlergruppe im Dreiländereck ein.

Oft unübersichtlich

Zwar seien seit dem Beginn der 90er Jahre viele Barrieren für die Polizei und Staatsanwaltschaften hüben wie drüben gefallen. So wie es sein sollte, sei es aber immer noch nicht. Mit Belgien gebe es zwar ein Rechtshilfeabkommen. Außerhalb des Eupener Bereichs werde die Behördenstruktur aber oftmals unübersichtlich. Mit den Niederländern arbeite man gut zusammen. Ein zukunftsweisendes neues Rechtshilfeabkommen liege allerdings noch bei den Innenministern auf Eis - ein deutsches Bundesland müsse noch zustimmen.