Aachen: Spiel mit Licht und Wolken

Aachen: Spiel mit Licht und Wolken

„Zwei Dinge” heißt die neue Ausstellung im „Raum für Kunst”, den Kuratorin Sabine Bücher für den Hausherrn, die Sparkasse Aachen, in der Elisen-Galerie stets aufs Neue spannend bespielt.

Der Titel weist auf die beiden Dimensionen hin, die im Schaffen des Fotokünstlers Gerd Bonfert wichtig sind: Zum einen zeigt der Kölner Landschaften, zum anderen aber auch Bilder, auf denen die Figuren immer wieder ins Ungreifbare zu verschwinden scheinen.

Die Werke des vor 30 Jahren aus Rumänien nach Deutschland emigrierten Bonfert (Jahrgang 1953) zeichnet ein das Gegenständliche weitgehend abstrahierendes Element aus. Als bestimmend erweisen sich bei den Landschaftsbildern, die in Aachen platzggreifend und großzügig gehängt präsentiert werden, die veränderte Belichtungsdauer und vor allem die wechselnden Wolkenformationen als verbindende Elemente. Die Körper, die regelrecht aus dem schwarz-weißen Bild davonwehen, sich in ihrer Materialität auflösen: Sie stellen die andere Konstante des Schaffens von Bonfert dar.

Der Reiz dieser Kunst liegt darin, dass sie die Welt nicht offenbaren, sondern sie verrätseln. Gerd Bonferts Fotos lassen dem Sichtbaren sein Geheimnis. Eine romantische Verzauberung ist das nicht. Aber die geistige Welt der Bilder, die sich immer wieder ins Unendliche weiten, findet so ihre Fortsetzung im Sichtbaren.

Gerd Bonferts Ausstellung „Nur zwei Dinge - analoge Photographie” ist bis zum 22. Oktober dienstags und donnerstags bis samstags von 12 bis 17 Uhr im Raum für Kunst, Aachen, Elisen-Galerie (zwischen Reihstraße und Friedrich-Wilhelm-Platz) zu sehen.

Die Eröffnung findet am Freitag, 19 Uhr, statt.

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