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Aachen: Spider-Man springt wieder: Kinobranche setzt 2004 auf spektakuläre Fortsetzungen

Aachen : Spider-Man springt wieder: Kinobranche setzt 2004 auf spektakuläre Fortsetzungen

Die Kinobranche erhofft sich viel von 2004. Und damit sich die Hoffnungen auch erfüllen, setzt Hollywood - auf das Beste von gestern.

Allerdings sollen die potenziellen Blockbuster mehr sein als bloß ein neuer Aufguss. Tatsächlich versprechen die Ankündigungen spektakuläre Filme.

Top-Knüller des Jahres könnte „Spider-Man 2” (Kinostart: im Juli) werden. Die Titelrolle übernahm erneut Tobey Maguire. Gegenspieler des Wandkrabblers ist nun Doc Octopus, gespielt von Alfred Molina. Der Ganove zeichnet sich durch ein übersteigertes Selbstbewusstsein sowieso sechs zusätzliche High-Tech-Arme aus.

Im Juni startet mit „Harry Potter und der Gefangene von Askaban” der dritte Fantasy-Film mit dem Zauberlehrling. Die Rolle von Sirius Black, der sich schließlich als Harrys Pate entpuppt, spielt Gary Oldman, der als charismatischer Bösewicht schon so manchen Film gerettet hat.

Und noch eine Fortsetzung, auf die man allerdings fast ein Jahr warten muss: George Clooney hat noch mal seine Spiesgesellen aus „Oceans Eleven” zusammengetrommelt. Der zweite Coup findet - erneut unter der Regie von Steven Soderbergh - in London statt. Mit von der Partie sind Brad Pitt und Julia Roberts, der Film heißt „Oceans Twelve”.

In die Kategorie „Spin off” gehört hingegen „Catwoman”, Batman-Fans als notorische Diebin bekannt; für den dunklen Ritter ist sie ewige Kontrahentin und gelegentliche Verbündete im Kampf gegen das Verbrechen. In „Batmans Rückkehr” stand noch Michelle Pfeiffer auf Darbietungen ganz in Leder, nun schlüpft Halle Berry in den Dress.

Schon im Februar sorgt eine andere Actrice für Kleinholz: Uma Thurman muss den zweiten Teil ihrer Rechnung mit dem ominösen Bill begleichen. Quentin Tarantinos Gewaltorgie „Kill Bill” hatte allerdings trotz aller stilistischen Finessen selbst bei vielen Fans von ihm für gesenkte Daumen gesorgt.

Ausflüge in Geschichte

Nicht minder gewalthaltig, aber wohl von ganz anderem Kaliber dürften zwei Ausflüge in die Ge- schichte werden. Schon am 8. Januar zwängt sich Tom Cruise als „Der letzte Samurai” in eine japa- nische Rüstung. Regie führt Ed- ward Zwick. Noch antiker wird es in „Troja” (Mai), wenn Wolfgang Petersen die Schlacht zwischen Griechen und Trojanern mit Brad Pitt als Achilles nachspielen lässt.

Und dann gibts noch die Parodie des Jahres, Michael „Bully” Herbigs „Raumschiff Surprise - Periode 1” (Juli) und den dreifachen Tom Hanks: in dem Remake der Krimikomödie „Ladykillers” der Coen-Brüder (einst mit Alex Guinness; startet im Mai), in Steven Spielbergs Romanze „Terminal” mit Catherine Zeta-Jones (September) sowie als Lokführer in dem Weihnachtsmärchen „Polar Express” (November).