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Düsseldorf: Sparkassen-Manager wehrt sich gegen fristlose Kündigung

Düsseldorf : Sparkassen-Manager wehrt sich gegen fristlose Kündigung

Der ehemalige Generalbevollmächtigte der Düsseldorfer Stadtsparkasse soll einen Kredit in Höhe von 20 Millionen Euro eigenmächtig und am Vorstand vorbei vergeben haben.

Am Mittwoch wehrte sich der 39-Jährige vor dem Düsseldorfer Arbeitsgericht gegen seine fristlose Kündigung. Aus seinem Vertrag stünden ihm noch mehr als eine Million Euro zu.

Das Gericht stellte fest, dass es sich um eine Kompetenzüberschreitung gehandelt habe und schlug vor, dass der Manager auf zwei Drittel seiner Ansprüche verzichten solle. Beide Streitparteien haben nun vier Wochen Zeit, einen außergerichtlichen Vergleich auszuhandeln. Der Bevollmächtigte soll zur Verschleierung seiner einsamen Entscheidung sogar ein Protokoll einer Vorstandssitzung manipuliert haben.

Die interne Revision der Sparkasse sei auf den Vorgang gestoßen, der mit der Affäre um die Kredite für Franjo Pooths Unternehmen Maxfield nichts zu tun habe, sagte ein Unternehmenssprecher.

Im Zuge der Pooth-Affäre um angebliche Bestechungsgeschenke für Kredite waren Sparkassen-Chef Heinz-Martin Humme und ein weiterer Vorstand fristlos gefeuert worden.