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Eupen: Sommer in Ostbelgien ist nicht zu überhören

Eupen : Sommer in Ostbelgien ist nicht zu überhören

Egal wie der Sommer wird, in Ostbelgien wird er kaum zu überhören sein. Die Musik ist 2004 das touristische Thema in Brüssel und der Wallonie. Aber auch im deutschsprachigen Ostbelgien setzen Veranstalter und Verkehrsämter auf Hörbares.

Bei der Vorstellung der geplanten Veranstaltungen des 12. Ostbelgien Festivals betonte Bernd Gentges, Kulturminister der Deutschsprachigen Gemeinschaft, dass er stolz sei, ein derart „qualitativ und quantitativ hochwertiges Programm” präsentieren zu können.

Plätze knapp

Der pralle Veranstaltungskalender soll nicht nur die 70.000 Einwohner Ostbelgiens ansprechen, sondern gleichzeitig den Kulturtourismus fördern und Gäste aus den Nachbarregionen anziehen. Neben den musikalischen Höhepunkten bieten dazu die unterschiedlichen Spielstätten Anreize, zum Beispiel wenn Paul Pankert (Violine) und Claire Lecoq (Klavier) im „Internationalen Kulturzentrum Ostbelgiens” in Eupen zeitgenössische russische Musik spielen (24. September). Oder das Hagen Quartett aus Salzburg in der St. Vither Klosterkapelle Kompositionen für Streicher von Beethoven, Schostakowitsch und Schumann interpretiert (27. Oktober).

Die Konzerte mit einem passenden Ambiente zu umgeben hat den Nachteil, dass das Platzangebot teilweise recht begrenzt ist. Das nimmt Hans Reul, künstlerischer Leiter des Festivals, „gerne” in Kauf, denn ihm geht es um den Austausch zwischen Künstlern und Publikum. Und um Vielfalt, wie seine Programm-Auswahl belegt: In 14 Konzerten sind vom 1. Mai bis zum 27. Oktober Symphonie- und Kammerorchester zu hören, treten Jazzformationen und Liedermacher auf.

„Sinfonische Saitensprünge”

Den Auftakt bestreitet die Beethoven Academie mit dem jungen „Axion Classics”-Preisträger Tom Beghin am Klavier (1. Mai in Eupen). Unter dem Titel „Sinfonische Saitensprünge” präsentiert das „Orchestre Philharmonique de Liège” Werke von Tschaikowsky, Lalo und dem Lütticher Komponisten Sylvain Dupuis (9. Mai in St. Vith).

Danach gewähren zwei junge Formationen Einblicke in die belgische Jazzszene: Das „Alexandre Furnelle Quartet” und die Gruppe „Jazzisfaction” mit dem deutschen Trompeter Peer Baierlein und dem Bassisten Davide Petrocca als Gast (14. Mai in Eupen). Das letzte Konzert vor der Sommerpause bestreiten schließlich Albrecht Breuninger (Violine) und Piet Kuijken (Klavier) in der Pfarrkirche Montenau-Iveldingen am 29. Mai.