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Aachen: Schauspiel, Musik, Kabarett: Das Da Theater stellt Spielplan vor

Aachen : Schauspiel, Musik, Kabarett: Das Da Theater stellt Spielplan vor

52.000 Zuschauer in über 500 Vorstellungen — das ist die stolze vorläufige Bilanz des Aachener Das Da Theaters kurz vor Ende der laufenden Saison. Dazu kommen noch 508 Veranstaltungen der Theaterpädagogik mit 7000 Teilnehmern.

Bemerkenswert gute Zahlen bei einem Gesamtbudget von rund 970.000 Euro pro Spielzeit, die zu 75 Prozent selbst eingespielt werden. 40.000 Euro steuert die Stadt Aachen an Unterstützung bei, 30 000 das Land. Frohgemut blicken Theater-Chef Tom Hirtz und die künstlerische Leiterin Maren Dupont der kommenden Spielzeit entgegen, am Freitag stellten sie ein attraktives Programm vor.

Wiederaufnahme: Das rührend-komische Schauspiel „Ziemlich beste Freunde“ kommt derart gut beim Publikum an, dass sich die Das-Da-Familie kaum vor Anfragen retten kann. „Deshalb starten wir mit der Wiederaufnahme in die neue Saison“ erklärt Hirtz. Ab 26. August bis zum 18. September gibt es also weitere Vorstellungen, Karten bekommt man bereits jetzt im freien Verkauf.

Schauspiel: Als Blockbuster dürfte sich gleich zu Anfang das Erfolgsstück „Sechs Tanzstunden in sechs Wochen“ von Richard Alfieri erweisen, das bereits in zwölf Sprachen übersetzt und 2014 auch verfilmt wurde. Das Stück handelt von der hindernisreich beginnenden, wunderbaren Freundschaft zweier schwieriger Charaktere — der Pfarrersfrau Lily und dem Tanzlehrer Michael. Zum nachfolgenden Stück „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ reicht eine einzige Bemerkung: Übersetzt ist es in 43 Sprachen, aufgeführt wird es ständig in über 50 Ländern. Das sagt doch alles! Ungeahnt aktuell geworden ist „Wir sind keine Barbaren!“ von Philipp Löhle aus dem Jahr 2014. Im Mittelpunkt stehen zwei Paare, bei denen unverhofft ein Flüchtling unterkommt und das Beziehungsgeflecht gehörig durcheinanderbringt. Der Witz: Die Hauptfigur tritt auf der Bühne gar nicht auf!

Musikstück: Das britische Duo David Greig und Gordon McIntyre steuern mit „Eine Sommernacht“ das Musikstück der Saison bei. Nach „Airport“ in dieser Spielzeit wird die „Sommernacht“ mal keine Mammutproduktion, sondern eine leicht schräge, lustige Geschichte mit zwei Personen und einer bunten Musikauswahl aller Genres.

Open-Air: Auf der Burg Fankenberg wird wieder Shakespeare gespielt: „Was ihr wollt“ — bestens passend zu einem möglichst lauen Sommerabend, „poetisch und verrückt wie die Liebe selbst“, befindet die Theaterleitung.

Kinderstücke: An Menschen ab sechs Jahren richtet sich das Familienstück mit Musik „An der Arche um Acht“ von Ulrich Hub. „Dabei geht es um die Frage nach Gott“, erzählt Tom Hirtz, „verpackt in einer lustigen Geschichte.“ Im Mittelpunkt stehen zwei Pinguine, die trickreich versuchen, auch ihren dritten Freund mit auf die Arche Noah zu bekommen... Für das jüngste Publikum, Menschen ab drei Jahren, ist Sven Nordqvists „Pettersson und Findus — Eine Geburtstagstorte für eine Katze“ bestens geeignet. Nach den Vorstellungen im eigenen Haus gehen die Produktionen auf Tournee durch Kitas und Schulen der Region.

Specials: Das traditionelle Theater-Dinner wird mit dem Stück „Der Boss“ von Moritz Netenjakob bestritten — die Geschichte einer Liebe, die gegen orientalisch-deutschen Wahnsinn ankämpfen muss. Das Dinner findet diesmal auf Gut Hebscheid im Aachener Süden statt. Netenjakob liefert außerdem noch das Bonbon eines Kabarett-Abends unter dem Titel „Multiple Sarkasmen“. Und zum Weihnachtskonzert fliegen The Summerville Sisters ein mit einem „Swingin‘ Visit To Santa Claus“.

Abos: Abonnements können mit oder ohne Kinderstücke und Dinner gebucht werden. Da die Zahl der Vorstellungen erhöht wird, kann eine neue Abo-Reihe aufgelegt werden.

Ensemble: Acht Schauspielerinnen und fünf Schauspieler umfasst das Ensemble. Hirtz: „Alles ausgebildete Profis!“