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Kerkrade: Sänger aus drei Ländern gesucht

Kerkrade : Sänger aus drei Ländern gesucht

Ein Stern fehlt noch am kulturellen Firmament der Euregio: ein belgisch-niederländisch-deutscher Chor aus gestandenen Männern mit edlen Kehlen.

Dem Manko wird jetzt abgeholfen: Ludwig Pitz, leidenschaftlich engagierter Chorleiter aus Stolberg-Breinig, hat im Verein mit drei Mitstreitern eine Initiative gestartet, um einen solch grenzüberschreitend zusammenwirkenden, stimmlich starken Klangkörper aus der Taufe zu heben.

Sein schmissiger Titel: „Fortissimo Euregio”. Das Ziel: zum 900-jährigen Bestehen der Abtei Rolduc in Kerkrade ein anspruchsvolles anderthalbstündiges Programm aufzuführen - das „Te Deum” von Flor Peeters, das Werk „Vom Menschen” von Kurt Lißmann und „Lobet den Herren” von August von Othegraven, jeweils mit Orgelbegleitung.

Pitz: „Wenn das ein Erfolg wird, denken wir an drei, vier weitere Aufführungen, in Aachen im Dom oder in St. Nikolaus.”

100 bis 150 Sänger soll „Fortissimo Euregio” stark sein, Kandidaten möchten sich hiermit angesprochen fühlen, dem Aufruf möglichst bald zu folgen.

Wohlwollende und tatkräftige Unterstützung findet die Initiative bei Werner Janssen, dem Intendanten der alljährlich im Dreiländereck stattfindenden Euriade, Hubert Schneider, dem Leiter der Chorkommission des Verbandes „Födekam” der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, und Peter Reusch, ehemaliger Kanzler der Fachhochschule Aachen und erfahrener, aktiver Sänger in zwei Aachener Chören.

Auf ein Jahr soll das Projekt begrenzt sein. „Wir wollen ja nicht den bestehenden Chören die Sänger streitig machen”, sagt Pitz - übrigens der Neffe jenes legendären Chefs des Bayreuther Festspielchores, Wilhelm Pitz (1897-1973). Die Doppelmitgliedschaft bei „Fortissimo Euregio” und einem anderen „Mannenkoor” zum Beispiel soll kein Hindernis sein, im Gegenteil: Sie ist durchaus erwünscht!

Ein erstes Treffen findet am Samstag, 26. Juli, um 17 Uhr dort statt, wo künftig auch geprobt wird, in der Abtei Rolduc.