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Aachen: RWTH und FZ Jülich in neuen Dimensionen

Aachen : RWTH und FZ Jülich in neuen Dimensionen

Gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich will die RWTH Aachen in neue Dimensionen der Elektronenmikroskopie vorstoßen.

Durch die Gründung des „Ernst Ruska-Centrums für höchstauflösende Mikroskopie und Spektroskopie mit Elektronen” sind die Forschungspartner der globalen Konkurrenz derzeit einen Schritt voraus.

Noch - denn sowohl in den Vereinigten Staaten wie in Japan entstehen bald ähnliche Zentren: „Seit 1997 haben wir uns einen Vorsprung erarbeitet. Den dürfen wir jetzt nicht aufgeben”, meint Prof. Knut Urban vom Forschungszentrum Jülich, der das neue Zentrum gemeinsam mit seinem Aachener Kollegen Prof. Joachim Mayer leiten wird.

Raum zwischen den Atomen

Die Gründung des regionalen Zentrums, benannt nach dem Nobelpreisträger (1986) und Erfinder des Elektronenmikroskops Ernst Ruska, komme deshalb zur richtigen Zeit, um Industrie und Forschung zu beflügeln. Kernstück wird das neue Hochleistungs-Mikroskop der Firma Zeiss-LEO. Das knapp vier Millionen Euro teure Gerät ist das erste industriell gefertigte Transmissions-Elektronenmikroskop einer neuen Generation, die den Raum zwischen einzelnen Atomen aufzulösen vermag. Die Jülicher Forscher arbeiteten bislang nur mit einem Prototypen. „Wir nähern uns damit der Grenze des physikalisch Machbaren”, meint Mayer.

Anwendungsmöglichkeiten seien vor allem in der Werkstofff- sowie der Halbleiter- und Nanoforschung zuhauf vorhanden. Das „große Geld für die kleinen Dinge”, so RWTH-Rektor Burkhard Rauhut, kommt vor allem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), die auch im Aufsichtsrat des Zentrums sitzt. „Wir waren stets die Vorreiter auf dem Gebiet der Mikroskopie und wollen in der Aachener Region einen internationalen Leuchtturm setzen”, sagte Prof. Sigrid Peyerimhoff von der DFG.