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Köln: Römisches Schiffswrack bei Ausschachtungen in Köln entdeckt

Köln : Römisches Schiffswrack bei Ausschachtungen in Köln entdeckt

Archäologen in Köln haben das Wrack eines römischen Schiffes entdeckt. Das Bruchstück des Lastkahns aus dem 1. Jahrhundert nach Christus sei bei Ausgrabungen im Bereich des ehemaligen römischen Hafens zu Tage getreten, teilte die Stadt Köln am Donnerstag mit.

Das etwa zwei Meter lange Wrackteil gehört nach der Bestimmung durch Experten zu einem Plattbodenschiff, das als „Schwerlastfahrzeug” beispielsweise für Stein- oder Holztransporte genutzt worden ist. Der Fund, der in über elf Metern Tiefe beim Bau der neuen Trasse für die Stadtbahn an das Licht gekommen ist, liegt auf dem alten Hafenboden quer zur Flussrichtung des Rheins.

Reste von römischer Keramik auf den Holzplanken erlaubten die genaue Datierung des Schiffsfundes, sagte Prof. Gerd Hellenkemper als Leiter der Kölner Bodendenkmalpflege. Der wohl aus Eichenholz gezimmerte Schiffstyp sei als Binnenschiff im römischen Europa zwischen Nordsee und Mittelmeer verbreitet gewesen.

Die dünnen Planken des Kölner Fundes sind nach Angaben der Wissenschaftler teilweise über 60 Zentimeter breit. Erhalten seien der flache Schiffsquerschnitt mit 3,50 Metern Breite und die Ansätze der beiden steilen Bordwände. Die Breite des Bruchstückes lasse auf eine ursprüngliche Schiffslänge von mindestens 23 Metern schließen. Eine geplante Bergung der stark zersetzten Holzteile sei besonders schwierig.