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Köln: Revolutionär des alten Ägypten

Köln : Revolutionär des alten Ägypten

Architektur und eine differenzierte Sozialstruktur sind bereits vor mehr als 3000 Jahren Thema bei der Gründung neuer Städte gewesen.

Wie die Ausstellung „Echnaton und Amarna - Wohnen im Diesseits” im Römisch-Germanischen Museum in Köln von diesem Samstag an zeigt, wehte unter der Herrschaft des Pharao Echnaton alias Amenophis IV. (1351 bis 1335 vor Christus) ein revolutionärer Wind in Sachen Stadtplanung, Religion und Kunst.

„Echnaton stampfte mit einem eisernen Willen die neue Stadt Amarna am Nilufer für rund 50.000 Menschen aus dem Boden”, sagte Museumsdirektor Hansgerd Hellenkemper. Wie die Stadt dann ausgesehen hat, zeigen in der Ausstellung erstmals maßstabsgetreue Modelle. „Das ist eine Blitzlichtaufnahme der damaligen Gesellschaft”, sagte Christian Tietze, Kurator und Forscher an der Universität Potsdam.

Die zwölf Modelle im Maßstab 1:50 wurden anhand von archäologischen Plänen, die bei den Ausgrabungen der Stadt Amarna seit Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden sind, erarbeitet und zeigen Wohnbereiche und monumentale Paläste.