1. Kultur

Köln: Restaurierung des Kölner Dionysosmosaiks vor Abschluss

Köln : Restaurierung des Kölner Dionysosmosaiks vor Abschluss

Am Freitag geht in Köln die dritte und letzte Etappe zur Restaurierung des Dionysosmosaiks zu Ende. Nach Angaben des Römisch-Germanischen Museums haben deutsche und italienische Fachleute drei Wochen lang gemeinsam die schwierigen Ausbesserungsarbeiten ausgeführt.

Das Bodenkunstwerk war im Januar 2007 bei dem Orkan „Kyrill” schwer beschädigt worden. Die umherfliegende Holzabdeckung eines Brunnens auf der Domplatte hatte drei große Fenster des Museums durchschlagen. Die bis zu 70 Kilogramm schweren Holzbohlen und die Sperrholzplatten fielen ebenso wie die Glasscherben auf das 75 Quadratmeter große Mosaik.

An rund 120 Stellen zeigten sich mehrere Millimeter tiefe Schürfspuren und Kratzer. Das namensgebende Bildmotiv, der betrunkene und von einem Satyr gestützte Weingott Dionysos, blieb allerdings nahezu unversehrt. Jeder der rund 1,5 Millionen verbauten Mosaiksteine musste überprüft werden. Die Restaurierung geschah auch mit Unterstützung durch Studenten vom Fachbereich Konservierung und Restaurierung der Fachhochschule Erfurt.

Das Dionysos-Mosaik war 1941 bei Bauarbeiten für einen Luftschutzbunker am Kölner Dom freigelegt worden. Später wurde das Römisch-Germanische Museum um das Fundstück herumgebaut.

Das neun Millimeter dicke Werk gilt als einer größten und besterhaltenen römischen Böden nördlich der Alpen. Sein Wert wird von Museumsdirektor Hansgerd Hellenkamp mit etwa 15 Millionen Euro angegeben. Während des Weltwirtschaftsgipfels 1999 in Köln kamen die führenden Regierungschefs der Welt auf dem Dionysos-Mosaik zu einem festlichen Essen zusammen.