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Düsseldorf: Razzia bei Pooth: Fahnder durchsuchen Papierberge

Düsseldorf : Razzia bei Pooth: Fahnder durchsuchen Papierberge

Nach der Razzia bei Franjo Pooth haben die Ermittler mit der Auswertung der beschlagnahmten Unterlagen begonnen.

„Das wird geraume Zeit in Anspruch nehmen”, sagte der Sprecher der Düsseldorfer Staatsanwaltschaft, Johannes Mocken, am Freitag. „Schließlich haben wir da Berge von Papier herausgetragen.” Fahnder hatten am Donnerstag unter anderem die Villa von Franjo und Verona Pooth sowie Büros von Pooths insolventer Firma Maxfield durchsucht.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den 38-Jährigen wegen des Verdachts der Bestechung und der Insolvenzverschleppung. Er soll Bankern, die ihm Millionenkredite gewährten, teure Geschenke gemacht haben. Die Affäre hat bereits den Düsseldorfer Sparkassen-Chef Heinz- Martin Humme das Amt gekostet.

Pooths Anwalt hatte nach der Razzia bei seinem Mandanten kritisiert, er habe seit mehr als einer Woche erfolglos versucht, Kontakt zur Staatsanwaltschaft aufzunehmen. Dazu sagte Mocken, die Staatsanwaltschaft habe keine intensiven Versuche der Kontaktaufnahme durch den Rechtsanwalt festgestellt. Der Anwalt habe sich lediglich drei Tage vor der Durchsuchung gemeldet und Akteneinsicht beantragt. Diese werde ihm gewährt, sobald das möglich sei.