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Köln: Rabbinerstelle in Köln noch nicht wiederbesetzt

Köln : Rabbinerstelle in Köln noch nicht wiederbesetzt

Die Rabbinerstelle der Kölner Synagogen-Gemeinde ist noch nicht wiederbesetzt. Die Verhandlungen mit dem in Aachen tätigen Rabbiner Jaron Engelmeier (32) seien noch nicht abgeschlossen, sagte Geschäftsführer Benzion Wieber am Montag der Katholischen Nachrichten-Agentur (kna) in Köln.

Er wies damit Medienberichte vom Wochenende zurück, nach denen die Stelle bereits an Engelmeier vergeben sei.

Wieber hofft auf einen Vertragsabschluss in den nächsten zwei Wochen. Dann könne der Kandidat das Amt Anfang September übernehmen. Bei der Kölner jüdischen Gemeinde handelt es sich um die älteste nördlich des Rheins. Mit mehr als 5.000 Mitgliedern zählt sie zu den größten jüdischen Gemeinden in Deutschland.

Für die Rabbinerstelle seien zahlreiche Bewerbungen eingegangen, hob der Geschäftsführer hervor. Engelmeier stammt aus der Schweiz. Er erhielt seine Rabbiner-Ordination in Israel. Sie wurde vom früheren israelischem Oberrabbiner Meir Lau unterschrieben, wie Wieber hervorhob.

Engelmeiers Vorgänger Netanel Teitelbaum (34) war Ende März überraschend zurückgetreten. Er kehrte „aus gesundheitlichen und persönlichen Gründen” nach Israel zurück. Teitelbaum soll die Erziehung seiner beiden Kinder durch das Fehlen eines jüdischen Gymnasiums in Köln gefährdet gesehen haben. Er hatte beim Weltjugendtag 2005 Papst Benedikt XVI. getroffen und pflegte regelmäßig Kontakt zu Kardinal Joachim Meisner.