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Aachen: Premiere am Samstag: „Dreigroschenoper” im Theater Aachen

Aachen : Premiere am Samstag: „Dreigroschenoper” im Theater Aachen

Die Uraufführung war vor 80 Jahren, und sie war ein rauschender Erfolg. Die „Dreigroschenoper” von Bert Brecht mit der Musik von Kurt Weill ist die Ramensau unter den Bühnenstücken. Am Samstag feiert das Stück um 19.30 Uhr im Theater Aachen Premiere.

So viel darf man bereits verraten: Es wird hoch hergehen auf der Bühne im Großen Haus.

Für die Inszenierung zeichnet Deborah Epstein verantwortlich, die in der vergangenen Saison die „Gefährliche Liebschaften” in Aachen auf die Bühne gebracht hat.

Die „Dreigroschenoper” wird sie als derbes Volkstheater auf die Bühne bringen und dabei das Instrumentarium des epischen Theaters auspacken: Ironie, Brechungen, Distanz, Respektlosigkeit, nur ja keine Illusion.

Und vor allem: „Brecht macht Spaß.” Ein paar unbequeme Wahrheiten über die heutige Gesellschaft gibt es natürlich auch: „Die Verhältnisse haben sich nicht geändert.”

Für das Schauspielensemble ist das Stück eine echte Herausforderung - es wird ja eifrig gesungen. Das können alle, die auf der Bühne stehen - „jedenfalls im Sinne Brechts”, sagt Epstein.

Als Macheath stellt sich das neue Ensemblemitglied Torsten Borm vor, als Bettlerkönig Peachum ist Heinz Kloss erstmals zu sehen. Ansonsten tummeln sich alte Bekannte aus dem Ensemble auf der Bühne.

Für die musikalische Leitung hat sich das Theater den erfahrenen und bewährten Aachener Jazzer Heribert Leuchter ins Boot geholt. Und der wiederum hat acht Musiker, oder besser: Multiinstrumentalisten, um sich geschart.

Die sitzen alle gut sichtbar und im Smoking auf der Vorderbühne, quasi als „erste Zuschauer”. Weills Musik ist für Leuchter ein exquisites Stück: Die Rhythmik und Harmonik aus dem Jazz, gegossen in die Form des Kunstgesangs - das ergibt die zeitlosen „Hits” der „Dreigroschenoper”. Echte Gassenhauer eben.