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München/Köln: Preis für Contergan-Berichterstattung des WDR

München/Köln : Preis für Contergan-Berichterstattung des WDR

Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) ist am Mittwoch in München mit dem 25. Robert Geisendörfer Preis 2008, dem Medienpreis der Evangelischen Kirche, ausgezeichnet worden.

Wie der WDR mitteilte, erhielt der Sender den Sonderpreis der Jury für exemplarische publizistische oder künstlerische Leistungen. Die Jury würdigte damit das Engagement des WDR zum Thema Contergan insgesamt sowie besonders die Regiearbeit von Adolf Winkelmann für den Fernsehfilm „Contergan”.

Der WDR habe mit seinem Themenschwerpunkt zu Contergan „das Schicksal der Medikamentenopfer dem kollektiven Vergessen entrissen”, begründete die Jury ihre Entscheidung für den Sonderpreis. Die Arbeit von Regisseur Adolf Winkelmann bezeichnete sie als „komplexes gesellschaftliches Porträt von hoher Aktualität”. „Contergan” wurde bereits mit zahlreichen Preisen wie dem Bambi und der Goldenen Kamera ausgezeichnet.

Ebenfalls mit dem Robert Geisendörfer Preis 2008 prämiert wurde die WDR/RBB-Koproduktion „Tödliches Erbe” in der Kategorie Hörfunk. Das Feature erzählt von Morbus Huntington, einer genetisch bedingten Erkrankung des zentralen Nervensystems, die tödlich endet. Die Jury war sich einig: „In nur einer Stunde berührt das Feature paradigmatisch alle Themenfelder, die mit der modernen Medizin verbunden sind”.

Der Robert Geisendörfer Preis wird im Gedenken an den christlichen Publizisten Robert Geisendörfer (1910-1976) vergeben. Die Preise sind mit insgesamt 25.000 Euro dotiert, der Sonderpreis ist undotiert.