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Lüttich: Polizei untersucht familiäres Umfeld

Lüttich : Polizei untersucht familiäres Umfeld

Nach dem Verschwinden zweier Mädchen in Lüttich bleibt der Hauptverdächtige vorerst in Haft. Staatsanwältin Anne Bourguignont lehnte den Antrag des 38-Jährigen auf Freilassung mangels Beweisen am Montag ab.

Die zehnjährige Nathalie und die siebenjährige Stacy werden seit der Nacht zum 10. Juni vermisst. Der 38-Jährige war zu diesem Zeitpunkt in dem Café gewesen, in dem sich die Mädchen aufhielten. Er ist wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger einschlägig vorbestraft.

Ungeachtet der Verhaftung des Verdächtigen nahmen die belgischen Justizbehörden aber auch Ermittlungen im familiären Umfeld der Mädchen auf. So wurde Nathalies Mutter am Sonntag neun Stunden lang verhört. Für Montag war Stacys Vater einbestellt. Die Mädchen lebten in einer Patchwork-Familie, in der es Medienberichten zufolge starke Spannungen gab.