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Köln/Düsseldorf: Polizei stoppt illegale Autorrallye

Köln/Düsseldorf : Polizei stoppt illegale Autorrallye

Eine illegale Autorallye durch Mitteleuropa ist am Montag bei Düsseldorf und in Köln von der Polizei gestoppt und daraufhin von den Veranstaltern beendet worden. Die überwiegend britischen Teilnehmer der mehrtägigen Rallye „Modball 2007” waren am Sonntag in London gestartet.

Nach Amsterdam war Köln die zweite Station auf dem Weg zum Zielort Genf. Nach Angaben der Zeitung „Express” gab es 143 Teilnehmer. Weil sie gegen das Verbot von Autorennen auf öffentlichen Straßen verstoßen hatten, wurden Bußgeldverfahren eingeleitet. Sie mussten jeweils rund 175 Euro so genannte Sicherheitsleistung zahlen.

Polizeiwagen begleiteten die Teilnehmer anschließend in Konvois von 15 bis 20 Wagen zur belgischen Grenze, wie die Polizei Köln am Dienstag berichtete. Dort sollten sie von belgischen und danach von französischen Polizisten weiter zur Kanalfähre nach Calais begleitet werden. Die Autobahnpolizei Düsseldorf hatte am Montagmittag als erste Behörde von dem Rennen erfahren.

Autofahrer hatten berichtet, dass auf der A 3 zahlreiche getunte Autos mit gleichen Aufklebern und Startnummern Richtung Süden unterwegs waren. Von waghalsigen Überholmanövern und Geschwindigkeitsübertretungen war die Rede. „Einer soll während der Fahrt seinen Oberkörper aus dem Auto gehalten haben und dabei gefilmt worden sein”, sagte Polizeisprecher Gunter Herring in Düsseldorf.

Erwischt wurde ein 22-Jähriger, der auf dem Seitenstreifen ein Auto rechts überholte. Er verlor seinen Führerschein und musste 1500 Euro zahlen. Insgesamt 15 Wagen wurden zunächst auf einem Rastplatz in Solingen bei Düsseldorf sichergestellt. Erst nach Zahlung von Sicherheitsleistungen in Höhe von 70 bis 1000 Euro konnten sie zu den anderen Rallyeteilnehmern nach Köln fahren, wo die Veranstalter die Rallye schließlich abbrachen.

Bekannt wurden derartige Rennen in den vergangenen Jahren vor allem durch die seit 1999 jährlich ausgetragene „Gumball” -Luxusauto- Rallye, die ebenfalls in London gestartet wird. Sie führte in diesem Jahr nach Istanbul. Auf ihrem Weg durch Deutschland waren dabei Ende April mehrere Dutzend Autos von der Polizei vorübergehend gestoppt worden. Die Teilnehmer setzten anschließend ihre Fahrt nach Istanbul, wie bereits zuvor geplant, mit Transportflugzeugen fort.

Auf der Rückfahrt nach London war es Anfang Mai in Mazedonien zu einem Unfall gekommen, an dessen Folgen ein nicht am Rennen beteiligter 67-Jähriger starb. Das Rennen wurde daraufhin abgebrochen.