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Köln: Polizei hält Jäger für Heckenschützen

Köln : Polizei hält Jäger für Heckenschützen

Mit über einjähriger Verspätung ist in Köln ein kurioser Verwechslungsfall bekanntgeworden. Jäger, die auf einem Feld Tauben jagten, wurden von der Polizei für mögliche Heckenschützen gehalten und mit Handschellen gefesselt, ehe das Missverständnis bemerkt wurde.

Der Fall vom Juli vergangenen Jahres wurde jetzt öffentlich, weil sich der Petitionsausschuss des Düsseldorfer Landtags damit beschäftigte.

Eine Sprecherin der Kölner Polizei sagte am Freitag, den Beamten sei nichts vorzuwerfen. „Es gab einen Anruf: "Da werden Schüsse abgegeben."” Daraufhin seien mehrere Streifenwagen zu dem angegebenen Feld gefahren. Dort seien die Polizisten auf „eine Person mit Langwaffe im Tarnanzug, verdeckt aufgestellt” gestoßen, während im Hintergrund weitere Schüsse gefallen seien. Daraufhin wurden die Jäger gefesselt.

Die Polizisten hätten den Irrtum dann aber sehr schnell bemerkt, betonte die Sprecherin. Der Jagdpächter Reinhard Last sagte dagegen der „Kölnischen Rundschau”: „Es hätte Tote geben können. Es war für uns entwürdigend und erschreckend.” Die Polizisten hätten die Situation nicht richtig eingeschätzt.