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Düren: Papierkunstpreis für die „Doppelgarage”

Düren : Papierkunstpreis für die „Doppelgarage”

Mit seiner „Doppelgarage”, die er in einem Raum des Leopold-Hoesch-Museums aus Papier „gemauert” hat, beeindruckte Gregor Schneider die Jury am meisten.

Deshalb wurde der junge Künstler aus Rheydt am Sonntag bei der Eröffnung der „paper art 8” mit dem Papierkunstpreis des Verbandes deutscher Papierfabriken (VdP) ausgezeichnet.

Mit 7000 Euro ist der Preis dotiert. Den zweiten und dritten Preis vergab die Jury, der Raimund Stecker, Direktor des Arp Museums Bahnhof Rolandseck, Stefan Küchler, Leiter Unternehmenskommunikation Zanders Feinpapiere, Dorothea Eimert, Direktorin des Leopold-Hoesch-Museums, sowie Joachim Geil, wissenschaftlicher Mitarbeiter des Dürener Museums, angehörten, an den Altmeister der so genannten Fluxuskunst, Ben Vautier für seine Video-Arbeit auf Papier sowie an Hilal Sami Hilal, den Brasilianer arabischer Abstammung, für seine spitzenartige Rauminstallation aus alten Kleidungsstücken. Sie wurden mit jeweils 4000 Euro belohnt.

Schneiders Arbeit, so die Jury, nehme Bezug zu einem Gebäude, in dem sich Unentdecktes zuträgt; es sei der Ein- beziehungsweise Nachbau einer Garage, „die offensichtlich nicht nur dem Unterstellen eines Autos dient, sondern auch als Behausung für nicht mehr nachvollziehbare Erlebnisse”.

Ben Vautiers lapidare Handlung des Zerreißens von Zeitschriften und Zeitungen unterstreiche signifikant seine Aussagen: „Wie kann ich mich von meinen Ego befreien? Ich habe zu viele Ideen und I cannot stop writing, writing, writing.”

Die Preise überreichte Benno Hundgeburt, stellvertretender Vorstandvorsitzender der Zanders Feinpapiere AG, im Namen des Verbandes deutscher Papierfabriken (VdP).