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Aachen: NRW-Theatertreffen: Aachen wieder dabei

Aachen : NRW-Theatertreffen: Aachen wieder dabei

Zehn herausragende Inszenierungen gehen in diesem Jahr in den Wettbewerb des NRW-Theatertreffens. Auch das Aachener Theater ist wieder dabei: Die Jury hat die Kammer-Produktion „Das Himbeerreich“ eingeladen. Vom 13. bis 20. Juni findet das Festival im Schauspielhaus Dortmund statt.

Die 19 Stadt- und Landestheater aus NRW hatten jeweils eine ihrer Produktionen nominiert, von denen zehn für das Festival ausgewählt wurden. Das Theater Aachen ist damit das zweite Mal in Folge beim Theatertreffen NRW vertreten. 2013 war das Abschiebungsdrama „Deportation Cast“ eingeladen. Der bekannte Dokumentarfilmer und Bühnenautor Andres Veiel guckt in „Das Himbeerreich“ deutschen Spitzenbankern in die Karten. Ihm ist es gelungen, Gesprächspartner zu finden, die mehr als 20 Jahre in Vorständen und Topmanagement tätig sind.

Ihre Aussagen dienen als Basis für sein Drama. Bernadette Sonnenbichler hauchte mit ihrer Aachener Inszenierung dem sperrigen Thema Bankenkrise Leben ein. „Sie verbindet in ihrer Inszenierung Entertainment mit Dokumentarischem“, findet Chefdramaturgin Inge Zeppenfeld. Auch in der Kammer des Aachener Theaters ist die gelobte Produktion noch zu sehen: Am 14. Mai und 18. Juni sind die nächsten Termine.

Das Aachener „Himbeerreich“ konkurriert mit „Das Mädchen aus der Streichholzfabrik“ (Schauspielhaus Bochum, Regie: David Bösch), „wohnen. unter glas“ (Theater Paderborn, Regie: Nikolaos Boitsos), „Minna von Barnhelm“ (Theater Bielefeld, Regie: Mareike Mikat), „Der Prozess“ (Schauspiel Essen, Regie: Moritz Peters), „JR“ (Wuppertaler Bühnen, Regie: Marcus Lobbes), „Kasimir und Karoline“ (Düsseldorfer Schauspielhaus, Regie: Nurkan Erpulat), „Der gute Mensch von Sezuan“ (Schauspiel Köln, Regie: Moritz Sostmann), „Die deutsche Ayse — Türkische Lebensbäume“ (Theater Münster, Regie: Tugsal Mogul) und einer neuen „Orestie“ (Theater Oberhausen, Regisseur: Simon Stone).

Zum Abschluss des Festivals werden Preise für herausragende künstlerische Leistungen verliehen.