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Düsseldorf: NRW-Kliniken: Der Streik geht weiter

Düsseldorf : NRW-Kliniken: Der Streik geht weiter

Nach der Streikpause während der Karnevalstage hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di den Arbeitskampf an den Universitätskliniken in Nordrhein-Westfalen, darunter auch in Aachen, wieder aufgenommen.

Mit Beginn der Frühschicht hätten an den Kliniken in Köln, Bonn, Essen, Münster und Aachen erneut mehrere hundert Mitarbeiter die Arbeit niedergelegt, sagte ein ver.di-Sprecher am Dienstag.

Die Streikenden wollen längere Arbeitszeiten sowie Kürzungen beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld verhindern. In den vergangenen Wochen hatten pro Tag bis zu 3000 Krankenschwestern Pfleger, Köche und Verwaltungskräfte gestreikt. Auch der Deutsche Beamtenbund (dbb) hat seine Mitglieder an den Unikliniken zu Streikkundgebungen aufgerufen.

Die Gewerkschaften fordern für die rund 30.000 Beschäftigten der Universitätskliniken die Übernahme des Tarifvertrags, der seit Oktober 2005 für die kommunalen Krankenhäuser gilt. Darin ist die 38,5-Stunden-Woche festgeschrieben. Die Klinikleitungen lehnen dies aus Kostengründen ab und streben eine Ausweitung der Arbeitszeit an.

Zu Beginn der vierten Streikwoche im öffentlichen Dienst zeichnet sich ein möglicher Kompromissweg ab. Im Gespräch ist eine gestaffelte Verlängerung der wöchentlichen Arbeitszeit nach Altersgruppen: Jüngere würden länger, Ältere kürzer arbeiten. Trotz der ersten Annäherung rechnet ver.di derzeit aber nicht mit einem schnellen Ende des Streiks. Das nächste Treffen der Tarifparteien im Streit der Bundesländer ist für den 10. März geplant.