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Bonn/Köln: Noch keine heiße Spur nach Steinwürfen auf S-Bahnen

Bonn/Köln : Noch keine heiße Spur nach Steinwürfen auf S-Bahnen

Nach mehreren Wurf-Attacken auf Straßenbahnen der Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) fehlt von den Tätern noch jede Spur.

Aufgrund der ähnlichen Vorgehensweise sei nicht auszuschließen, dass es sich bei den Vorfällen auf den Strecken zwischen Köln und Bonn um dieselben Täter handelt, sagte eine Sprecherin der Bonner Polizei am Dienstag.

Am Montagnachmittag hatte ein Unbekannter zwischen den Bonner Ortsteilen Tannenbusch und Buschdorf die Scheibe einer Straßenbahn mit einem bislang noch unbekannten Gegenstand - wahrscheinlich einem Stein - demoliert. Die Scheibe wurde aber nicht komplett zerstört, keiner der Fahrgäste wurde verletzt.

Mit Schottersteinen aus der Gleisanlage waren bereits am vergangenen Wochenende drei Straßenbahnen einer anderen Linie bei ihren Fahrten durch die ländlichen Gebiete zwischen Brühl (Rhein- Erft-Kreis) und Bornheim (Rhein-Sieg-Kreis) beworfen worden. In einem Fall erlitt eine 48-jährige Passagierin leichte Verletzungen durch Glassplitter.

Um die Sicherheit für die Fahrgäste auf den betroffenen Linien zu verbessern, wollen Polizei und KVB zukünftig enger zusammen arbeiten und mehr Präsenz zeigen. Die eingerichtete Ermittlungskommission der Polizei Bonn prüft außerdem, ob sich bei den aktuellen Vorfällen Zusammenhänge zu früheren Anschlägen auf KVB-Bahnen erkennen lassen.

Im Februar hatte unter anderem ein bis heute unbekannter Täter in Wesseling bei Köln auf eine fahrende Straßenbahn geschossen.