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Köln: Neue Spielstätte der Kölner Oper auf der Großbaustelle

Köln : Neue Spielstätte der Kölner Oper auf der Großbaustelle

Nach mehr als fünf Jahren kehrt die derzeit arg gebeutelte Kölner Oper an ihre Heimat-Spielstätte zurück - zumindest vorübergehend für eine Inszenierung. In der kommenden Spielzeit wird das Musical „Adam Schaf hat Angst” auf der Baustelle am Offenbachplatz aufgeführt. Das kündigte Opernintendantin Birgit Meyer am Dienstag in Köln bei der Spielplan-Vorstellung an. Die Premiere sei für Juni 2017 geplant.

Derzeit wird das Gebäudeensemble aus Opern- und Schauspielhaus saniert - Ende offen. Die für November 2015 geplante Wiedereröffnung hatte verschoben werden müssen. Die Oper nutzt zur Zeit das Staatenhaus, ein denkmalgeschütztes Veranstaltungsgebäude aus den 1920er Jahren. Das Schauspiel ist vorübergehend auf ein ehemaliges Fabrikgelände in Köln-Mülheim gezogen. Intendant Stefan Bachmann hatte vor kurzem bereits angekündigt, mehrere Stücke im Rohbau der ehemaligen Opernterrassen aufzuführen.

Noch ist völlig unklar, wann die Sanierung abgeschlossen sein wird. Der neue technische Betriebsleiter der Bühnen, Bernd Streitberger, will sich ein Jahr Zeit nehmen für eine Bestandsaufnahme: „Bis dahin nenne ich kein Datum und keinen Betrag”, sagte er.

Im November war bekannt geworden, dass die Sanierung mindestens drei Jahre länger dauern und wenigstens 100 Millionen Euro mehr kosten werde als geplant. Offen ist, wo die Oper nach der Spielzeit 2016/17 unterkommt. Ihr jetziges Ausweichquartier ist danach an einen Musical-Veranstalter verpachtet.

(dpa)