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Düsseldorf: Mutmaßlicher PKK-Funktionär muss in Düsseldorf vor Gericht

Düsseldorf : Mutmaßlicher PKK-Funktionär muss in Düsseldorf vor Gericht

Ein mutmaßlicher Funktionär der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) muss sich am 4. November vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht verantworten.

Die Bundesanwaltschaft wirft dem 35-jährigen Kurden Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vor. Er soll von 2003 bis 2006 Gebietsleiter der PKK zunächst für Düsseldorf und dann für Köln gewesen sein. Der sechste Strafsenat hat bis 6. November zunächst drei Verhandlungstage vorgesehen. Der Prozess findet im Hochsicherheitstrakt des Gerichts statt.

Nach Erkenntnissen der Bundesanwälte war der Mann für Personal, Finanzen und Propaganda der PKK verantwortlich. Unter anderem habe er die jährliche „Spendenkampagne” organisiert und dabei konkrete Vorgaben zur Höhe der Gelder gemacht, die von PKK- Kadern eingetrieben werden sollten. Die PKK hat sich 2003 in „Volkskongress Kurdistans” (Kongra-Gel) umbenannt. Die Führungsebene wird von der Bundesanwaltschaft nach wie vor als kriminelle Vereinigung eingestuft.