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Kommentar zum 8. Sinfoniekonzert: Unbequem, aber genau richtig!

Kommentar zum 8. Sinfoniekonzert : Unbequem, aber genau richtig!

Das 8. Sinfoniekonzert ist gespielt – ein Programm, verteilt auf zwei Abende. Darum hatte es mächtig Wirbel gegeben. Gut so, meint unser Redakteur Christian Rein im Audiokommentar.

Im Vorfeld des finalen Sinfoniekonzerts der Saison hat es mächtig Wirbel um das Programm gegeben. Die ukrainische Gemeinde in Aachen hat vor dem Hintergrund des Krieges in ihrem Heimatland gegen den Plan von Generalmusikdirektor Christopher Ward protestiert, ukrainische und russische Komponisten nebeneinander aufzuführen.

Ward ist auf den Einwand eingegangen, und hat doch eine salomonische Lösung gefunden: Er ist zwar bei seinem Programm geblieben, das er als Friedensappell verstanden wissen will, hat es aber auf zwei Abende verteilt: an einem die Musik aus der Ukraine, am anderen die aus Russland. Und als Brücke das Frühwerk eines ausgewiesenen Pazifisten, Benjamin Brittens „Sinfonia da Requiem“.

Eine gute Lösung? Oder übertriebene Sensibilität gegenüber einer vom Krieg hoch emotionalisierten ukrainischen Gemeinde?

(red)