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Künstlerischer Leiter der „Spannungen“: Dürener Dirigent Lars Vogt stirbt im Alter von 51 Jahren

Künstlerischer Leiter der „Spannungen“ : Dürener Dirigent Lars Vogt stirbt im Alter von 51 Jahren

Am Montagabend hat der Pianist und Dirigent den Kampf gegen den Krebs verloren, wie seine Agentur mitteilte. Nach Stationen in aller Welt übernahm Vogt im Juli 2020 die Leitung des Orchestre de Chambre in Paris.

Der deutsche Dirigent Lars Vogt ist tot. Der 51-jährige Pianist und Chefdirigent des Orchestre de Chambre in Paris starb am Montag an einem Krebsleiden, wie seine Agentur Askonas Holt im Kurzbotschaftendienst Twitter mitteilte. Er sei „im Kreise seiner Familie friedlich eingeschlafen, nachdem er gegen den Krebs gekämpft hatte“, hieß es weiter. Am kommenden Donnerstag wäre er 52 Jahre alt geworden.

Vogt hatte die Leitung des Orchestre de Chambre im Juli 2020 übernommen und war im vergangenen Jahr in dieser Position bestätigt worden. Der gebürtige Dürener und unter anderem mit dem renommierten Brahms-Preis ausgezeichnete Musiker war vor seinem Wechsel nach Paris unter anderem musikalischer Direktor der Royal Northern Sinfonia im britischen Gateshead gewesen. Im vergangenen Jahr wurde Vogt mit einem Opus Klassik in der Kategorie „Beste Einspielung Klavier“ ausgezeichnet.

Vogt blieb auch seiner Heimat Düren stets verbunden. Noch im Juni leitete er als künstlerischer Leiter durch das Kammermusikfestival „Spannungen“ in Heimbach, das er vor rund 24 Jahren mit gegründet hatte. Er war im Frühsommer gesundheitlich bereits schwer angeschlagen, hatte mit Schmerzen zu kämpfen – und war doch voller Zuversicht. Er startete sogar eine neue Therapie gegen den Krebs: „Schöne Dinge wie die ‚Spannungen‘ motivieren mich, neue Kräfte zu sammeln“, sagte er unserer Redaktion seinerzeit.

(red)