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Köln: Museum für Ostasiatische Kunst zeigt „Ansichten von Edo”

Köln : Museum für Ostasiatische Kunst zeigt „Ansichten von Edo”

Arbeiten des japanischen Holzschnittmeisters Utagawa Hiroshige (1797-1858) sind ab Freitag im Museum für Ostasiatische Kunst in Köln zu sehen.

Das Werk von Hiroshige hatte erheblichen Einfluss auf die europäischen Impressionisten, wie eine Museumssprecherin mitteilte.

Nach anfänglichen Serien über schöne Frauen, Kabuki-Schauspieler und berühmte Krieger sorgte Hiroshige mit der zwischen 1832 und 1834 entstandenen Serie „53 Stationen der Ostmeerstraße” erstmals für Aufsehen. Zwischen 1856 und 1858, dem Jahr seines Todes, erschienen in unregelmäßiger Folge insgesamt 115 Einzeldrucke der „100 Ansichten von Edo”, wobei Edo die frühere Bezeichnung von Tokio ist.

Dabei richtete Hiroshige den Blick auf die unterschiedlichen sozialen Schichten der Stadtbevölkerung, mit Vorliebe bei jahreszeitlichen Bräuchen und Festen und bei touristischen Freizeitvergnügungen. Er stellt ein Edo der ungetrübten Idylle und des Wohlstands vor. Häufig spielt die Vegetation, allen voran Bäume, eine kompositorische, farbliche oder auch jahreszeitliche Rolle.

Schon bald nach dem Beginn der Meiji-Zeit (1868-1912) gelangten Hiroshiges Drucke nach Europa. Sie hatten mit ihrer neuen Bildsprache und der subjektiven Wahrnehmung von Licht und atmosphärischer Stimmung große Wirkung auf die Impressionisten. So kopierte 1887 Vincent van Gogh (1853-1890) die Holzschnitte „Pflaumenpark Kameido” und „Plötzlicher Schauer über der Brücke Shin-Ôhashi und Atake”.

Das Museum für Ostasiatische Kunst zeigt bis zum 30. November 47 Blätter aus der Hiroshige-Serie „100 Ansichten von Edo”. Die Werke stammen aus dem eigenen Bestand des Hauses. Das Museum für Ostasiatische Kunst ist dienstags bis sonntags von 11.00 bis 17.00 Uhr und donnerstags bis 20.00 Uhr geöffnet.